Nahwärme
Der Begriff Nahwärme bezeichnet ein Konzept für die Wärmeversorgung mehrerer Gebäude. Im Unterschied zur Fernwärme wird die Wärme jedoch unmittelbar vor Ort erzeugt, häufig sogar in den zu beheizenden Objekten selbst oder in ihrer unmittelbaren Nähe. Die Nahwärmeversorgung bietet sich insbesondere für neue zu errichtende Gebäude oder Wohngebiete und Niedrigenergiehaus-Siedlungen - auch bei relativ dünnen Siedlungsdichten - an.
Für die Erzeugung der Nahwärme kommen unterschiedliche Primärenergien bzw. Brennstoffe als auch Technologien bezüglich der Wärmeerzeugung infrage. Bei der Auswahl der Wärmeerzeuger muss u.a. beachtet werden, dass einige nur für Grundlast, andere für Grund- und Spitzenlast geeignet sind. Auch die Problematik der Verfügbarkeit (z.B. einstrahlungsabhängige Leistung bei Einsatz von Solarthermie) und der Speicherung (Langzeitspeicher, saisonale Speicher) von Energie ist zu beachten.
Neben fossilen Brennstoffen, wie Erdgas, werden vorrangig regenerative Energien aus Biomasse, Geo- und Solarthermie in der Nahwärmeversorgung eingesetzt. Als Technologien für die Wärmeerzeugung werden vorrangig die Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmepumpenprozesse, oder Brennstoffzellen eingesetzt.
Zum Thema
- Biomasse
- Erdgas
- Fernwärme
- Geothermie
- Regenerative Energien
