Kombisysteme
Heizkessel und Warmwasserspeicher
Kombinierte Systeme bestehen in der Regel aus einem Heizkessel und einem zugeordneten Speicher-Warmwassererwärmer, meist mit eingeschweißtem Wärmetauscher. Während der Heizperiode wird das Warmwasser mit Vorrangschaltung gegenüber der Heizung erzeugt. Im Sommer heizt der Heizkessel nur den Warmwasserspeicher. Mit Hilfe einer Aufladepumpe ist es möglich, die Brauchwassertemperatur unabhängig von der Kesseltemperatur zu regeln. Großvolumige Standspeicher werden täglich einmal aufgeladen und zwar zu Zeiten, in denen wenig Raumwärmebedarf besteht. Der meistverbreitete Speicherbereich sind Speichervolumen von ca. 100 bis ca. 300 Litern. Heizkessel und Warmwasser werden in folgenden Varianten kombiniert:
- A - wandhängend
- B - stehend neben dem Heizkessel
- C - liegend unter dem Heizkessel
- D - im Heizkessel integriert
- E - über dem Heizkessel
Diese Speicher mit Wasserinhalten von 60 bis 120 Litern werden mit Wandheizkesseln (Heizleistungen von 20 bis 30 kW) kombiniert. Der Aufstellungsort ist meist in einem Hochschrank in Küche oder Bad. Sie eignen sich für Einfamilien- und Reihenhäuser ohne Keller.
B - Stehende Speicher neben dem Heizkessel
Am häufigsten werden neben dem Heizkessel stehende Warmwasserspeicher eingesetzt. Die Inhalte reichen von ca. 100 bis 1.500 Litern. Stehende Warmwasserspeicher sind energetisch günstiger als liegende Speicher, weil sich durch ihren relativ geringen Durchmesser und die große Höhe eine thermische Schichtung einstellt. Das Trennen von Speicher und Heizkessel erlaubt eine unabhängige Dimensionierung der Speichergröße vom Heizkessel.
C - liegend unter dem Heizkessel
Liegende Speicher sind beliebt, weil der Heizkessel bei geringem Platzangebot auf den Speicher gestellt werden kann. Damit halbiert sich die Stellfläche für die Heiztechnik. Liegende Speicher werden mit Inhalten von 130 bis 300 Litern angeboten. Durch die kurzen Kessel-Speicher-Verbindungsleitungen ist diese Lösung preisgünstig. Eine Schichtung ist jedoch kaum möglich.
D - Speicher im Heizkessel integriert
Heizkessel-Warmwasser-Kombinationen in einem Gehäuse werden immer seltener angeboten. Die Wärmezufuhr zum Speicher erfolgt durch die thermische Wasserzirkulation im Heizkessel oder eine kesselinterne Zirkulationspumpe. Der Vorteil liegt in der platzsparenden Bauweise und der schnellen Montage. Durch die Vorverrohrung und fertige Verdrahtung werden Fehler bei der Installation vermieden. Die feste Zuordnung von Wärmeerzeuger und Warmwasserspeicher birgt den Nachteil, dass eine Vergrößern bzw. Verkleinern des Kessels oder des Speichers nicht möglich ist.
E - Speicher über dem Heizkessel
Auf dem Öl- oder Gasheizkessel aus Guss oder Stahl wird der Warmwasserspeicher aufgesetzt. Über eine zwischengeschaltete Speicherladepumpe mit Schwerkraftzirkulationsbremse erfolgt der Wärmetransport vom Kessel zum Speicher. Der Vorteil ist genau wie beim liegenden Speicher C, dass Speicher und Heizkessel getrennt in den Aufstellraum transportiert werden können. Wird diese Kombination Speicher und Kessel vom Hersteller angeboten, sind Kessel und Speichergröße im Vorfeld abgestimmt.
Bildnachweis: Buderus, Wetzlar
