Holzhackschnitzel
Hackschnitzel/Hackgut ist maschinell zerkleinertes Holz für den automatischen Betrieb von modernen Holzfeuerungen. Jedes naturbelassene Holz dazu verarbeitet werden: Waldholz, Sägerestholz, Holz aus der Ver- und Bearbeitung, Energieholz aus schnell wachsenden Baumarten, Landschaftspflegeholz sowie Restholz. Feinhackgut mit Stückgrößen von ca. 3 cm eignet sich für den Betrieb von Kleinanlagen. Gröbere Hackschnitzel werden in großen Biomasseheizwerken eingesetzt. Die Qualität der Holzhackschnitzel ist unter anderem von folgenden Faktoren abhängig:
- Wassergehalt: ein hoher Feuchtigkeitsgehalt hat einen geringeren Heizwert zur Folge
- Rindenanteil: mit steigendem Rindenanteil kommt es bei der Verbrennung zu höherem Aschevorkommen
- Schüttdichte: die Schüttraumdichte gibt das Gewicht je Schüttraummeter wieder und bestimmt letztendlich den Heizwert
Hackschnitzelheizungen sind wirtschaftlich sinnvoll ab einem Energiebedarf von 20kW oder mehr und eigenen sich deshalb vorzugsweise für größere Gebäudekomplexe. Sie sind umweltneutral. Die Menge an CO2, die bei der Verbrennung freigesetzt wird, entspricht genau der Menge CO2, die beim Wachstum der Hölzer in diese eingebunden wurde. Bei Einberechnung der CO2-Freisetzung durch Waldbewirtschaftung, Rohholztransport, Aufbereitung usw. (graue Energie) sind Hackschnitzel im Vergleich zu anderen Energieträgern sehr umweltfreundlich. Hackschnitzelheizungen sind in der Anschaffung teurer als herkömmliche Öl- oder Gasheizanlagen. Allerdings sind die Brennstoffkosten geringer als z. B. bei Ölheizanlagen. Im Vergleich zu Pellets erfordern Hackschnitzel eine relativ große Lagerfläche und leistungsstärkere Lageraustragessysteme (Fördereinrichtungen mit Förderschnecken, Federkernaustragung etc.) sowie Lagereintragesysteme (Radlader etc.). Sie haben eine vollautomatische Beschickung, eine automatische Zündung und z. T. auch automatische Ascheaustragung.
Der Vorteil von Holzhackschnitzeln im Vergleich zum Scheit- und Stückholz ist die Schüttfähigkeit. Diese ermöglicht die Verfeuerung in vollautomatischen Heizungsanlagen.
Bildnachweis: Informations- und Demonstrationszentrum Erneuerbare Energien (I.D.E.E), Olsberg
Zum Thema
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