Heizlast im Niedrigenergie- und Passivhaus

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Veränderung durch Dämmung und Luftdichtheit

Das Fortschreiben der Energieeinsparverordnung (EnEV) und die dadurch verbesserte Dämmung der Gebäude hat auch die Gebäudetechnik stark verändert. Der Wärmebedarf (neu Heizlast) der Heizung hat sich verringert. Dem gegenüber stehen gestiegene Komfortansprüche bei der Warmwassererzeugung (Wellness im Bad).

Heute wird die Heizleistung des Kessels nicht mehr wie früher nach der Heizlast bestimmt sondern nach dem Warmwasserkomfort. Den größten Einfluss hat dabei die Wärmedämmung: umso kleiner die Gebäude sind und umso besser sie gedämmt sind, desto größer ist der Einfluss auf das Verhältnis von Transmissionsheizlast zu Lüftungsheizlast.

Die Wärmeabgabe nach Außen nimmt ab, dafür steigt in hoch gedämmten Gebäuden die Bedeutung der inneren Wärmelasten, zum Beispiel durch den Sonneneintrag durch große Fensterflächen oder durch Computertechnik in Bürogebäuden. Im Niedrigenergie- und Passivhaus übersteigen diese Fremdlasten den Heizwärmebedarf. Das verlangsamte Auskühlen der Energiesparhäuser verringert das Einsparpotenzial durch Nachtabsenkung des Kessels.

In luftdichten Passivhäusern mit zentralen Lüftungsanlagen nimmt die Transmissionsheizlast gegenüber der gestiegenen Lüftungsheizlast ab. Die aktuelle Änderung der neuen Heizlast-DIN EN 12831 wurde speziell auf Passivhäuser angepasst. Die Norm-Außentemperatur kann in Abhängigkeit der thermischen Zeitkonstanten Cwirk/H erhöht werden. Diese Werte können der EnEV-Berechnung für den Jahresheizwärmebedarf entnommen werden.