Brennwertkessel für Bioöl-Qualität geeignet
DIN-Vornorm regelt biogene Anteile im Heizöl
Nachwachsende Rohstoffe als Beimischung zum Heizöl gewinnen wegen des knapper und teurer werdenden Brennstoffs Öl an Bedeutung. Die Verwendung dieses Bio-Heizöls in modernen Ölkesseln verlängert die Verfügbarkeit des fossilen Energieträgers und senkt den CO2-Ausstoß. Seit April 2008 setzt die Vornorm der DIN 51603-6 die normativen Rahmenbedingungen für biogene Anteile im Heizöl. Sie wurde aus der bekannten Heizölnorm DIN 51603-1 entwickelt und legt die Qualitätsstandards für Heizöl EL A BioX fest, das aus Heizöl EL schwefelarm und einem biogenen Anteil von mindestens drei Prozent besteht. Das „X“ gibt in Fünf-Prozent-Schritten den Grad der maximalen Beimischung biogener Anteile an. Als biogene Bestandteile werden derzeit überwiegend FAME verwendet.
Darüber hinaus eröffnet die DIN V 51603-6 die Möglichkeit biogene Beimischungen zu steigern. Erste Feldversuche mit Heizöl EL A Bio10 verliefen erfolgreich, so dass eine schrittweise Erweiterung der Freigabe entsprechender Produkte denkbar ist. Nach heutigen Erkenntnissen erfordern größere Beimischungen aber konstruktive Änderungen der Produkte und einen angepassten Umgang mit dem Brennstoff. Dies gilt insbesondere für die eingesetzten Werkstoffe in Zuleitungen und Armaturen sowie im Hinblick auf die Lagerstabilität. Bioöle sollten nicht länger als ein Jahr bevorratet werden.
Für den Einsatz von handelsüblichem Markenheizöl EL A Bio5 mit maximal fünf Prozent FAME (Fatty acid methyl ester) gemäß DIN V 51603-6 eignen sich beispielsweise Öl-Brennwertkessel und Blaubrenner-Units ab Baujahr 2007 von Buderus.
Zum Thema
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