Anordnung von Radiatoren
Zur gleichmäßigen Erwärmung der Luft
Die wesentlichen Eigenschaften von Radiatoren sind die Erwärmung eines Raumes sowohl durch Konvektion (Wärmemitführung) als auch durch Strahlung. Richtig eingebaut eignen sie sich damit ideal für die Erzeugung eines behaglichen Raumklimas.
Zur Strahlungskompensation von z.B. großen Fensterflächen im Winter ist es sinnvoll, die Radiatoren in deren Nähe anzuordnen. Dadurch empfindet der Mensch die von dieser Raumwand ausgehende Strahlung der kalten Fenster nicht mehr als unangenehm. Ideal ist eine Anordnung unterhalb von Fenstern, sofern die Fensterhöhe dies zulässt. Durch den Einbau unterhalb des Fensters wird außerdem die vom Fenster abfallende Zugluft aufgefangen und erwärmt. Dies führt zu einer räumlich gleichmäßigeren Erwärmung der Luft. Dadurch wird insbesondere die Luft in der Nähe des Fußbodens wärmer als bei Radiatoren, die an Innenwänden aufgestellt sind.
Erst bei sehr gut gedämmten Fenstern (mit U-Werten des Fensters unter 0,8 W/m²K) ist auch eine Anordnung von Radiatoren an Innenwänden vertretbar. Bei großen Fensterflächen, die bis auf den Fußboden reichen, ist eine Anordnung vor den Fenstern oft nicht gewünscht. In diesem Fall ist auch eine Anordnung in Nähe der Fenster an den angrenzenden Wänden mit geringen Komfort-Abstrichen vertretbar. Allerdings wird dann die Luftströmung und die Temperaturverteilung im Raum nicht ideal sein. In diesem Fall sind Fußbodenkonvektoren besser geeignet.
Allgemein sollten Radiatoren so angeordnet werden, dass der Nutzer nicht dazu verleitet wird, diese z.B. durch vorgebaute Schränke oder geöffnete Türen in ihrer Funktion zu beeinträchtigen.
Zum Thema
- Konvektoren
- Radiatoren
