Wärmeschutz von haustechnischen Anlagen
Heizleitungen und Warmwasserbereitungsanlagen
Der bauliche Mindestwärmeschutz, der die Sicherstellung eines hygienischen Raumklimas, den Schutz der Baukonstruktion vor Feuchtigkeitsschäden und einen reduzierten Energieverbrauch gewährleisten soll, ist in der DIN 4108 "Wärmeschutz im Hochbau" geregelt.
Diese DIN wird ergänzt durch die Energieeinsparverordnung (EnEV), in der Anforderungen an den energetischen Mindestwärmeschutz formuliert sind. Im Anhang 5 wird aufgelistet, wie Rohrleitungen und Armaturen zu dämmen sind.
Der Wärmeschutz von haustechnischen Anlagen ist aus folgenden Gründen vorzusehen:
- Verhinderung von Wärmeverlusten bei Heiz-, Warmwasser-, Zu- und Abluftleitungen
- Verhinderung von Schwitzwasserbildung bei Kaltwasserleitungen
- Vermeidung von Unterschreitungen des Taupunktes auf der Wandoberfläche bei Abwasser- und Lüftungsleitungen im obersten Geschoss
zum Auftrieb - zur Vermeidung von Kondensation der Rauchgase bei Schornsteinen mit niedrigen Abgastemperaturen u.a.
Der Mindestwärmeschutz darf bei Steigleitungen in den Außenwänden nicht unterschritten werden. Dies erfordert in der Regel eine zusätzliche Dämmung zwischen dem gedämmten Heizungsrohr und der Außenwand.
Wärmeschutz von Warmwasseraufbereitungsanlagen
Für die Wärmedämmung von Warmwasserleitungen gelten nach der Energieeinsparverordnung dieselben Anforderungen wie für Heizleitungen. Nicht gedämmt werden müssen Warmwasserleitungen in beheizten Räumen bis zu einem Innendurchmesser von 22 mm, die weder in den Zirkulationskreislauf einbezogen noch mit elektrischer Begleitheizung ausgestattet sind. Die Wärmedämmung von Einrichtungen, in denen Heiz- oder Warmwasser gespeichert wird, muss die Mindestbedingungen der anerkannten Regeln der Technik erfüllen. Heizkessel und Warmwasserbereiter werden heute in der Regel werksmäßig mit einer entsprechend starken Wärmedämmschicht versehen.
Allgemein gilt:
Der Wärmedurchlasswiderstand der Gesamtkonstruktion soll von der warmen zur kalten Seite hin zunehmen und der Wasserdampfdiffusionswiderstand soll von der warmen zur kalten Seite hin abnehmen.
