VDI 6018 - thermische Behaglichkeit
Neben der zu erwartenden novellierten Energieeinsparverordnung (EnEV 2006) wird auch die neue VDI 6018 als Richtlinie eingeführt, die die thermische Behaglichkeit klassifiziert. Aufgrund dieser Klassifizierung lassen sich die Aussagen zur Behaglichkeitsqualität innerhalb von Räumen unter Berücksichtigung der verschiedensten Einflussgrößen definieren. Neben den Kriterien der Funktionalität, des Energiebedarfs und der Investitionenkosten stellt auch die Auswahl und Installation einer Heizungsanlage einschließlich deren Komponenten einen wesentlichen Faktor der thermischen Behaglichkeit dar.
Für Räume ohne raumlufttechnische Anlagen bestehen derzeit keine einzuhaltenden Lüftungsnormen. Im Regelfall wird hier die DIN 1946 herangezogen, die sich allerdings auf Räume mit raumlufttechnische Anlagen bezieht. Aufgrund der unklaren Normungssituation und von Betreiber angeforderten Qualitätsbeweise kommt es ständig zu Streitigkeiten. Mit der neuen VDI 6018 "Thermische und lufthygienische Anforderungen an Räume" sollen die erforderlichen Konditionen für Räume vorgegeben werden, die gleichzeitig eine ausreichend „behagliche“ Raumnutzung sicherzustellen. Die Richtlinie betrachtet die Einflussgrößen:
- Lufttemperatur
- Luftgeschwindigkeit
- Luftwechsel
- Strahlungstemperatur
- Wohlgefühl des Nutzers
- A: hohes Behaglichkeitsniveau
- B: mittleres Behaglichkeitsniveau
- C: gemäßigtes Erwartungsniveau
- D: erfolgt nach dem Entwurf der DIN EN 15251 und wird zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt
Die Richtlinie VDI 6018 - Thermische und Lufthygienische Anforderungen an Räume wird zur Zeit noch erarbeitet.
