Steckverbindungstechnik
Vorteile und Funktion von Steckfittings
Die neuen Innovationen in der Steckverbindungstechnik zeichnen sich durch verarbeitungstechnische Vorteile aus. Trotz Verzicht auf den Einsatz von Presszange und Flamme gehen die physikalischen Eigenschaften der Steckverbindungstechnik über die Anforderungen der DVGW hinaus.
Nach der AVB WasserV darf die Installation der Trinkwasserleitungen nur von konzessionierten Gas- und Wasserinstallateuren durchgeführt werden. Die Verarbeitungsvorteile der Steckfittings bestehen primär in der schnellen Verbindungstechnik, d.h. aufwändige Einweisungen in die Handhabung entfallen. Die weiteren Vorteile liegen in der einfacheren Verarbeitung, die Verbindungstechnik funktiioniert ohne den Einsatz schwerer und teurer Werkzeuge einschließlich Zubehör, wie umfangreiche Pressbacken und deren turnusmäßige Wartung. Die Steckfittings in den Größen von 12 mm bis 54 mm sind u.a. als Muffen und Schiebemuffen, Übergangsmuffen und Übergangsnippel, Winkel, Bögen, T-Stücke sowie steckbare Entleerungs- und Kugelhähne für sämtliche Trinkwasserqualitäten geeignet. Das System eignet sich insbesondere für den Einsatz in Problem-Wassergebieten, in denen nur innen verzinnte Kupferrohre korrosionsresistent sind. Zudem besteht bei der Verarbeitung der Steckverbindungstechnik keine Brandgefahr weil hier keine Lötflamme lodert.
Die Fittinge sind nach dem hörbaren Einklicken dicht aber dennoch drehbar, so dass sich die gestreckten Rohre problemlos ausrichten lassen.
Letztlich stellt die Wiederverwendbarkeit der Kupplungen einen zusätzlichen Vorteil dar, der sich vor allem bei folgenden Systemen auszahlt:
- beim Anschluss an wartungsintensiven Armaturen und
- provisorischen Netzen
Systembeschreibung
Ein O-Ring dichtet das Kupferrohr gegen den Verbinder ab, wobei eine Distanzscheibe den O-Ring gegen Beschädigungen beim Einstecken des Kupferrohres hält und schützt. Gleichzeitig zentriert die Distanzscheibe beim Einfädeln die Rohrleitung. Ein Anschlag im Fitting sorgt für die maßgenaue Einstecktiefe. Die Krallen des Fixierrings aus Edelstahl drücken auf die Oberfläche des Rohres und graben sich bei Zug ein. Im Falle einer Demontage presst eine einfache Zangengabel, die sich mit einer Seite hinter der Verdickung des Fittings abstützt, den konischen Demontagering gegen den Fixierring und löst somit die Krallen aus dem Kupfer so dass das Rohr dann herausgezogen werden kann. Die Elastizität der Edelstahlkrallen lässt eine Vielzahl von Montage- und Demontage-Vorgängen zu. Als Vorbereitung genügen die üblichen Handgriffe für Kupferrohre: das Rohr rechtwinklig ablängen und die Rohrenden innen und außen sorgfältig entgraten.
