Fugen- oder Selbstlüftung

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Auftrieb durch Temperaturdifferenz

Als Fugen- oder Selbstlüftung wird der Luftwechsel bezeichnet, der durch Druckdifferenzen infolge der Temperaturunterschiede zwischen innen und außen oder Windanfall hervorgerufenen wird. Dieser Luftwechsel liegt bei ungefähr 0,5 bis 1,0 h-1. Dabei ist die Luftmenge abhängig von den Wind- und Wetterverhältnissen und kann nicht reguliert werden, ein gleichmäßiger Luftaustausch ist nicht gewährleistet. Zudem kann der in der Raumluft enthaltene Wasserdampf in Bauteile eindringen und bei einer Unterschreitung der Taupunkttemperatur zur Bildung von Wasser in Bauteilen und damit zu Feuchteschäden führen.

Fehler bei der Planung und Ausführung können folgende Konsequenzen nach sich ziehen:

  • Zugluft an windreichen Tagen
  • Feuchteschäden, wenn Raumluft durch Fehlstellen in Bauteile einströmen kann und Tauwasser ausfällt - Gefahr von Schimmelpilzbildung!
  • Hohe Wärmeverluste durch einen unkontrollierten Luftaustausch
  • Die gewünschte Raumlufttemperatur kann an windreichen Tagen nicht erreicht werden
Die konstruktiven Möglichkeiten der Luftdichtheit von baulichen Maßnahmen müssen im Einzelfall geprüft werden. Dabei müssen folgende Punkte beachtet werden:
  • Lage der Dichtungsebene
  • Festlegung der Installationsebenen
  • Ausbildung von Durchdringungen
Da moderne Konstruktionen aus bautechnischen Gründen weitestgehend luftdicht ausgebildet sind, reicht eine Fugen- oder Selbstlüftung zur Wohnungslüftung nicht aus.