DIN EN 12502 ersetzt DIN 50930-1 bis -5

Die DIN EN 12502 "Korrosionswahrscheinlichkeit von metallischen Werkstoffen innerhalb der Wasserverteilungs- und Wasserspeichersysteme" ist zum 01.03.2005 im Rahmen der Harmonisierung in den Teilen 1 bis 5 fast unbemerkt in Kraft getreten. Die neue europäische Norm ersetzt die nationale Norm DIN 50930 in den Teilen 1 bis 5.

Die neue Norm konzentriert sich unter Einbeziehung der DIN EN ISO 8044, Ausgabe: 1999-11 "Korrosion von Metallen und Legierungen; Grundbegriffe und Definitionen", primär auf die Korrosionswahrscheinlichkeit von metallischen Werkstoffen innerhalb der Wasserverteilungs- und Wasserspeichersysteme, die einer Wasserqualität nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) entsprechen müssen. Der Teil 6 der DIN 50930, der die Beeinflussung der Trinkwasserbeschaffenheit und somit die Einsatzbereiche der Werkstoffe behandelt, behält jedoch weiterhin uneingeschränkte Gültigkeit.

In der Summe ist ein Regelwerk entstanden, das insbesondere bei einer Teilsanierung von wasserführenden Rohrnetzen einen hohen Nutzen erwarten lässt. So stellt dieses Regelwerk die "Bimetallkorrosion" dar und gibt hierzu Hinweise, wie die verschiedenen Werkstoffe fachgerecht, beispielsweise über Isolierverschraubungen, miteinander kombiniert werden können.

Die Anwendung des gesamten Regelwerks, bestehend aus der neuen europäischen Norm DIN EN 12502-1 bis 5, und der nationalen Norm DIN 50930-6, bedeutet für sämtliche europäische Mitgliedsstaaten eine deutliche Qualitätsverbesserung in der Planung und Herstellung der Trinkwasser-Installationssysteme. Für die nationalen Planer und Installateure ändert sich jedoch nur sehr wenig. Die bereits in der DIN 50939-1 bis 5 beschriebenen Anforderungen und Korrosionsarten für die verschiedenen Werkstoffe entsprechen jetzt auch inhaltlich der europäischen Norm. In der DIN EN 12502-1 bis 5 wurde jedoch eine andere Gliederung vorgenommen, die sich wie folgt darstellt:

  • Teil 1: Allgemeines
  • Teil 2: Materialien Kupfer und Kupferlegierungen
  • Teil 3: Schmelztauchverzinkte Eisenwerkstoffe
  • Teil 4: nichtrostende Stähle
  • Teil 5: Gusseisen, unlegierte und niedriglegierte Stähle.