Wärmefluss durch Isolierglas
Der Wärmefluss in Isolierglas wird im Wesentlichen durch folgende Anteile bestimmt:
- Strahlungsabgabe der vom Glas absorbierten Wärmestrahlung infolge des Emissionsvermögens der Scheibenoberfläche,
- Wärmeleitung des Gases im Scheibenzwischenraum (SZR),
- Konvektion des Gases im SZR.
Jeder kennt diesen Effekt beim Auto, dass länger in der Sonne stand: Die kurzwelligen Sonnenstrahlen dringen durch die Glasflächen, heizen die Sitze auf, die wiederum langwellige Wärmestrahlen abgeben. Diese dringen nur zum Teil durch die Glasflächen zurück, der Innenraum wird heiß. Mit einer Wärmeschutzbeschichtung wird der austretende Teil der Wärmestrahlung noch erheblich verringert.
Durch die Verwendung von Edelgasen wie Argon, Xenon oder Krypton, die deutlich schwerer als Luft sind, kann der Verlustanteil aus Konvektion des Gases im Scheibenzwischenraum zusätzlich verringert werden.
Schließlich werden heute auch die Materialien der Randabstandhalter optimiert, um den Wärmeverlust dieser Wärmebrücke zu reduzieren ("warme Kante"). Man verwendet anstelle von Aluminium oder verzinkten Stahl dazu Kunststoff (z.B. TIS-Abstandhalter) oder Edelstahl. Hiermit sind Verbesserungen des U-Wertes um ca. 0,1 W/m²K möglich.
