Merkblatt zur Materialverträglichkeit
Wechselwirkungen bei Isoliergläser
Bei einem Isolierglas kommen die Randverbund-Dichtstoffe mit zahlreichen anderen Materialien in Kontakt. Welche davon sind miteinander verträglich, welche nicht? Ein wesentlicher Punkt: Bei schädlichen Wechselwirkungen ist die Funktion des gesamten Systems Isolierglas beeinträchtigt. Der Ausschuss Technik Isolierglas des Bundesverband Flachglas e. V. hat sich daher eingehend mit dieser Thematik befasst. Die Ergebnisse sind in einem 24-seitigen „Merkblatt zur Materialverträglichkeit“ zusammengefasst worden.
Die Broschüre erläutert zunächst, wie es überhaupt zu einer Wechselwirkung zwischen Materialien kommt: indem nämlich Teile von einem Stoff in einen anderen hinüberwandern. Solche „Migrationen“ müssen keine schädlichen Auswirkungen haben: Dann sind die beiden Stoffe miteinander verträglich. Erst wenn dadurch eine oder beide Materialien beschädigt werden, spricht man von Unverträglichkeit.
In der Praxis kommen solche Unverträglichkeiten häufig vor. Typische Schadensfälle sind etwa zu beobachten, wenn der Randverbund des Isolierglases mit einer ungeeigneten Stoßfugenversiegelung bzw. Klotzfixierungen in direkten Kontakt tritt: Dann können so genannte „Weichmacher“ ausgetauscht werden, die die Butyldichtung zersetzen können. Ein anderes Beispiel ist der bekannte „Girlanden-Effekt“ bei fehlerhaften Traufpunktversiegelungen, die organische Dichtprofile auflösen können.
Die Broschüre beschränkt sich aber nicht auf die Beschreibung von Fehlern, sondern gibt auch praxisnahe Tipps zu ihrer Vermeidung. Am wichtigsten ist jedoch die Abstimmung zwischen Isolierglasherstellern und den Lieferanten der Komponenten untereinander: Es muss geprüft und festgelegt werden, welche Komponenten miteinander verträglich sind.
Sie können das Merkblatt zum Preis von 9,50 EUR auf den Internetseiten des Verbandes (siehe Surftipps) bestellen.
