Klotzung
Bei Vertikalverglasungen erfolgt die vertikale Auflagerung der Scheiben im Rahmen meist durch eine Verklotzung der Scheiben, die zwischen Rahmen und Scheibe so eingeschoben werden, dass das Eigengewicht möglichst unmittelbar abgetragen wird und der Rahmen durch die Scheibe stabilisiert wird. Als Tragklötze werden Hartholzklötze oder Kunststoffklötze (Polypropylen) verwendet, zusätzlich dienen elastische Distanzklötze aus Kunststoff einer zwängungsarmen Halterung der Scheiben.
In Fällen, in denen eine ebene Falzauflage vorhanden ist, werden Klotzbrücken verwendet. Die verwendeten Klötze sind 80 bis 100 mm lang und sollten etwa 2 mm breiter als das Glas sein. Die Klötze sollten nicht direkt in der Ecke der Scheibe, sondern bei gängigen Fenstergrößen in einem Mindestabstand von etwa 100 mm zu dieser angeordnet werden. Bei großflächigen Verglasungen sollte dieser Abstand sogar auf etwa 250 mm erhöht werden.
Bei Verglasungen muss für alle Richtungen eine möglichst zwängungsarme Lagerung gewährleistet werden, um unvermeidliche Bauteilbewegungen ausgleichen zu können und gleichzeitig eine Lagesicherheit der Scheibe zu erreichen. Dies kann beispielsweise durch seitliche Lagerungen auf elastischen Distanzklötzen gewährleistet werden.
Bildnachweis: Institut des Glaserhandwerks, Hadamar
Zum Thema
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