Glasbruch durch lokale Spannungsspitzen
Lokale Spannungsspitzen aus Kontakt mit harten Materialien oder Glas-Glas-Kontakt kann auch bei thermisch vorgespannten Gläsern schnell zum Bruch führen. Bei thermisch vorgespanntem Glas ist die Kerbempfindlichkeit der Oberfläche jedoch deutlich geringer. Solange die auftretende Biegezugspannung geringer ist als die eingeprägte thermische Vorspannung, treten an der Oberfläche des Glases keine Zugspannungen auf.
Im Versagensfall von ESG bricht die Scheibe feinkrümelig. Die Risse gehen hierbei strahlenförmig vom Bruchursprung aus und sind im Bereich des Ursprungs am feinsten verzweigt. Entsprechend den Angaben in DIN 1249-12 gibt es grobe Anhaltswerte für die Mindestanzahl und Maße der Bruchstücke von ESG.
