Feuerwiderstandsklassen

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Der Feuerwiderstand gibt Auskunft darüber, wie und wielange ein Baumaterial, eine wirksame Barriere gegen das Ausbreiten von Rauch, Flammen oder giftigen Gasen bilden kann und den Durchgang von Hitze verhindert.

Nach der europäischen Norm EN 13501-2 Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten - Teil 2: Klassifizierung mit den Ergebnissen aus den Feuerwiderstandsprüfungen, mit Ausnahme von Lüftungsanlagen wird die Klassifizierung von Brandschutzverglasungen durch die Feuerwiderstandsklasse (Kombination von Buchstaben und Zahlen) dargestellt. Die Norm verwendet die Klassen E (anstelle der früheren G) oder EI (anstelle F) und neuerdings EW. Die Abkürzungen wurden aus dem Französischen übernommen:  E = Étanchéité (Raumabschluss), I = Isolation (Wärmedämmung). In Deutschland sind die früheren Bezeichnungen noch weit verbreitet. 

  • E (G): Schützt den Raumabschluss gegenüber Feuer, heißen Gasen und Rauch.

  • EI (F): Gewährleistet den Raumabschluss gegenüber Feuer, heißen Gasen und Rauch und bewirkt zusätzlich eine thermische Isolation.

  • EW (bisher nicht klassifiziert): Sichert den Raumabschluss gegenüber Feuer, heißen Gasen und Rauch und bietet einen reduzierten Durchgang der Wärmestrahlung.
Die hinter den Buchstaben angegebene Zahl steht für die jeweilige Mindestdauer, die das Glas standhält. Beispiel EI30 (früher F30): Für einen Zeitraum von mindestens 30 Minuten wird bei EI30 der Durchtritt von Feuer und Rauch verhindert. Die Verglasung bietet Schutz vor Hitzedurchgang und gilt als feuerhemmend.