Doppelfassaden
Doppelfassaden kamen besonders in Europa in den letzten fünf Jahren bei modernen Verwaltungsgebäuden zum Einsatz. Bei diesen Fassaden wird eine zweite Glashülle um das Gebäude herum angeordnet. Der Abstand zwischen der eigentlichen Gebäudefassade und der zweiten Glashülle beträgt 0,60 bis 1,00 m. Die Glashülle ist mit Öffnungen versehen, durch welche die Außenluft in den Zwischenraum der Doppelfassade ein- und ausströmen kann. Die Zu- und Abluft durch diese Öffnungen kann gesteuert werden. Die Diskussionen über Sinn und Unsinn der Doppelfassade, über deren Vor- und Nachteile werden zum Teil sehr kontrovers geführt.
Prinzipieller Aufbau
Die zweite Glashülle besteht in der Regel aus Einfachverglasung (ESG oder VSG). In dieser Außenhülle sind Ein- und Ausströmungen, damit der Zwischenraum zwischen der Glashülle und der Gebäudefassade von der Luft durchströmt werden kann. Im Zwischenraum werden in der Regel Sonnenschutzvorrichtungen installiert. Die innere Gebäudehülle ist normalerweise eine konventionelle Warmfassade. Die wesentlichen Vorteile der Doppelfassade sind:
- verbesserter Schallschutz
- Schutz der im Zwischenraum liegenden Sonnenschutzvorrichtungen
- natürliche Belüftung der Arbeitsplätze und Möglichkeit der Nachtkühlung mit geöffneten Fenstern
- verringerter "Durchzug" bei geöffneten Fenstern im Gebäude
- Reduzierung des Wärmebedarfs im Winter
- höhere Investitionskosten
- höhere Betriebskosten, insbesondere bei der Reinigung
- größeres Bauvolumen beziehungsweise größere Grundstückfläche für die gleiche Nutzfläche
- niedriger Luftwechsel durch offene Fenster bei Windstille und der Lee-Seite
- höhere Schallübertragung zwischen benachbarten Räumen bei geöffneten Fenstern
Surftipps
www.baunetzwissen.de/Sonnenschutz > Arten und Formen
