Absturzsichernde Verglasungen - Experimentelle Nachweise
Der experimentelle Nachweis der Tragfähigkeit unter Belastung durch einen weichen Stoß ist für absturzsichernden Verglasungen zu führen, die sich nicht mit den Tabellen der Nachweiserleichterungen der TRAV oder im vereinfachten Berechnungsverfahren der TRAV nachweisen lassen. Dies geschieht üblicherweise durch entsprechende Versuche.
Eine Ausnahme stellen auch Verglasungen der Kategorie C dar, wenn zusätzlich ausreichend tragfähige Kniestäbe angeordnet werden. Kniestäbe gelten als ausreichend tragfähig, wenn sie einer Last von 0,5 kN/m standhalten und die dabei auftretenden Verformungen geringer als der Abstand zur Verglasung sind. Brüstungen mit innen angeordneten Kniestäben können allerdings leicht überklettert werden und bilden somit u.U. ein zusätzliches Gefährdungspotential, das nicht unterschätzt werden sollte. Die Kniestäbe sollten daher nach Möglichkeit außen angeordnet werden. Der experimentelle Nachweis für den weichen Stoß erfolgt mittels eines Pendelschlagversuches in Anlehnung an E DIN EN 12600 mit einem Zwillingsreifen der Masse 50 kg.
Die Fallhöhe wird hierbei in Abhängigkeit der von der Kategorie der Verglasung festgelegt.
Diese Fallhöhen liegen gegenüber einem realen, menschlichen Körperstoß deutlich auf der sicheren Seite. Der experimentelle Nachweis eines harten Stoßes ist nach TRAV nicht erforderlich und nach bisherigen Erfahrungen auch nicht maßgebend. Hierbei wird ein Pendelschlagversuch mit einer Stahlkugel der Masse 1 kg nach DIN 52338 aus einer Höhe von 1000 mm durchgeführt.
