Verschraubte Glasschwerter

Bildergalerie | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |

Glasfassaden ohne tragende Metallteile

Bislang erforderten transparente Glasschwerter in der Regel eine aufwendige Konstruktion des Anschlussbereiches zwischen Fassade und Schwert. Mit dem Glasschwert Gewe-fin hat das Unternehmen Schollglas eine Systemlösung entwickelt, mit der Glasfassaden ohne tragende Metallteile ausgeführt werden können. Dabei werden die beiden mittigen Scheiben des Glasschwertes aus 4-fach VSG zurückversetzt. In den entstehenden Spalt wird ein Schraubkanal aus Aluminium oder Edelstahl eingeklebt. Alle befestigungsrelevanten Einzelteile werden werksseitig montiert.

Zum Einsatz kamen die Glasschwerter beispielsweise an der vom Architekturbüro Christian Kerez geplanten Leutschenbach-Schule in Zürich. Neben der Aufnahme der Windlasten unterstützen sie die nahezu uneingeschränkten Ausblicke durch die Außenfassade. Insgesamt wurden über 300 Schwerter im Schulhaus eingebaut, einige mit Abmessungen bis zu 6,0 m. Je nach Fassade sind die Schwerter aus 4 x 12 mm oder 3 x 12 mm Verbundglas zusammengefügt.

Da es bisher keine bauaufsichtliche Zulassung für dieses System gibt, muss aus baurechtlichen Gründen bei jedem Projekt eine Zustimmung im Einzelfall (ZiE) der obersten Baurechtsbehörde des jeweiligen Bundeslandes eingeholt werden.

Bildnachweis: Schollglas, Heynitz-Lehden