Verbundglas mit Polymerzwischenschicht

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Transparenter Kunststoffkern sorgt für hohe Resttragfähigkeit

Glas ist nicht nur ein Gestaltungsmittel in der Architektur, es ist vor allem ein funktionaler Baustoff, der in erster Linie sicher sein muss. Dazu gehört, dass es eine hohe Bruch- und Resttragfähigkeit besitzt und splitterbindend ist. Genau über diese Eigenschaften soll das Gewe-composite genannte Verbundglas von Schollglas verfügen. Es besteht aus zwei oder mehreren dünnen Monogläsern ab 1,9 mm Dicke, in denen statt der sonst üblichen PVB-Folie ein transparenter Kunststoffkern aus Polymeren integriert ist, der mit den einzelnen Gläsern verklebt wird. Seine speziellen mechanischen Eigenschaften ermöglichen eine schubsteife Verbindung des Schichtaufbaus. Gleichzeitig verringert sich das Gewicht der Verglasung im Vergleich zu herkömmlichen Verbundsicherheitsgläsern erheblich.

Werden UV-stabile und hochgradig UV-transmissive Polymere in das Verbundglas eingesetzt, eignet es sich insbesondere für Gewächshäuser, ein Beispiel dafür ist das Amazonienhaus der Wilhelma in Stuttgart. Darüber hinaus kann es aufgrund der schubsteifen Eigenschaften der Kunststoffzwischenschicht im Kaltbiegeverfahren zylindrisch gebogen werden.

Seit August 2010 besitzt der Hersteller für das Sicherheitsglas die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (Z-70.3-156).

Hersteller: Schollglas, Barsinghausen