Glasüberwachungssystem für VSG

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Sensoren warnen vor Glasbruch

Großflächige Verglasungen prägen die moderne Architektur. Leider kommt es aber immer wieder zu Glasbrüchen, in deren Folge Passanten durch herabstürzende Gläser gefährdet werden. Das Problem liegt darin, dass herkömmliche Überwachungsinstrumente lediglich das Geräusch von brechendem Glas registrieren. Sie können daher nur den kompletten Bruch feststellen und nicht rechtzeitig vor drohenden Gefahren warnen. Um dies  zu ändern, haben sich vier Partner aus Industrie und Wissenschaft zusammengetan und in einem Forschungsprojekt einen Sensor entwickelt, der durch die permanente Überwachung verglaster Fassaden-/Dach-Konstruktionen den Personenschutz erhöht, Sachschäden reduziert und die Sicherheit von Glaskonstruktionen verbessert.

Bei diesem Glasüberwachungssystem werden 15 × 15 × 0,5 mm große Sensoren in die Polyvinylbutyral-Schicht von Verbundsicherheitsgläsern eingebettet und mit Klebstoff fixiert. Per Kabel sind sie mit der Gebäudeleittechnik verbunden, wo die eingehenden Daten automatisch analysiert werden. Im Fall eines Risses wird ein Alarm ausgelöst.

In Tests reagierte das System schon auf Anrisse am Glasscheibenrand mit einer Länge von 5 mm. Da sich solch kleine Risse erst im Lauf der vergrößern, bleibt ausreichend Zeit, das Glas zu reparieren oder auszutauschen. Neben dem Erkennen von Rissen können die Sensoren auch andere Informationen ermitteln, beispielsweise eine Verformung der überwachten Fläche oder die Temperatur und Helligkeit in einem Raum. Mithilfe dieser Angaben lassen sich je nach Lichteinfall Jalousien gezielt hoch- oder herunterfahren und so das Raumklima steuern z.B. Jalousien steuern.

Herstellung und Entwicklung: Institut für Fertigteiltechnik und Fertigbau Weimar IFF; Fraunhofer-Institut für Silicatforschung ISC, Würzburg; Tilse Formglas, Hamburg und KT-Systems, Euerbach