Glasbruch-Sensor

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Erkennt Mikrorisse von fünf Millimetern Länge

Zusammen mit Industriepartnern ist es Forschern des Würzburger Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung (ISC) gelungen, einen Glasbruch-Sensor zu entwicklen, der Mikrorisse von fünf Millimetern Länge erkennt und damit frühzeitig auf einen drohenden Glasbruch hinweist. Dazu werden im Abstand von einem Meter piezoelektrische Sensor-Aktor-Module am Scheibenrand befestigt. Eines dieser Module erzeugt eine Ultraschallwelle, die von den anderen registriert wird. Bleibt das Schallsignal konstant, so ist die Scheibe nicht defekt. Ändert es sich, deutet dies auf einen Riss hin wie er beispielsweise durch Temperaturschwankungen entstehen kann.

Die 15 x 15 x 0,5 Millimeter großen Sensoren konnten schon in Verbundsicherheitsglas integriert werden. Über Kabel werden sie mit der Gebäudetechnik verbunden. Dort eingehende Daten werden automatisch verarbeitet und im Falle eines Risses automatisch ein Alarm ausgelöst. Das neue Sicherheitssystem sagt nicht nur Glasbrüche voraus, es bietet auch Komfortfunktionen: Die Sensor-Aktor-Module sind mit Temperatur- und Lichtsensoren gekoppelt, die – je nach Lichteinfall – einzelne Jalousien gezielt hoch- oder herunterfahren und so das Raumklima steuern können. Derzeit sind die Projektpartner auf der Suche nach Fassadenbauern, die den Glasbruch-Sensor testweise einsetzen.

Hersteller: Fraunhofer Institut für Silicatforschung, Würzburg