Gläserner Sporthallenboden

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Flexible Spielfeldmarkierungen

Ein gläserner Boden für Sporthallen wurde kürzlich - nach vierjähriger Entwicklungszeit - von dem Squashcourthersteller ASB aus dem oberbayerischen Stein an der Traun und dem Kölner Glasveredler Kinon Porz vorgestellt. Das erste realisierte Projekt mit dem Boden ist die neu gebaute Turnhalle des Internats Schloss Stein an der Traun, dort sind auf 480 m² insgesamt 160 besonders bearbeitete Glasbodenplatten samt einer speziellen Unterkonstruktion aus Aluminium verlegt worden.

Der Sportboden namens Lucio besteht aus einer tragenden, schwingfähigen, ca. 20 cm hohen Unterkonstruktion, die die Funktion eines „Stoßdämpfers“ übernimmt. In die Unterkonstruktion integriert sind Kanäle für weiße und farbige LED-Leuchten, welche die Linienführung für die jeweilige Sportart bilden. Je nach Bedarf aktivieren oder deaktivieren die Nutzer über ein Touchscreen die Linienmarkierungen. Für die fünf wählbaren Sportarten Tennis, Handball, Volleyball und Basketball wurden deshalb etwa 850 lfd. Meter Markierungslinien verlegt. Der Bodenbelag besteht aus 165 Einzelscheiben verschiedener Formate, die mittels Klettverschluss (jeweils 5 x 5 cm) in den Scheibenecken auf der Unterkonstruktion befestigt sind. Die Glasscheiben bestehen aus Verbundsicherheitsglas (2 x ESG ) mit einer 1,52 mm dicken PVB -Folie.

Durch einen auf der Oberfläche angebrachten Siebdruck wurde der für Sporthallen vorgeschriebene Gleitreibungsbeiwert zwischen 0,4 μ und 0,6 μ erreicht. Die Glasoberfläche ist geätzt, damit sich das unter der Decke montierte Hallenlicht nicht auf dem Spielfeld spiegelt. Die Scheiben können problemlos mittels zweier Vakuumsauger angehoben werden. Arbeiten an der Unterkonstruktion oder der Austausch von LED-Motiven sind so problemlos möglich. Die Verfugung erfolgte mit einer speziellen, VSG-verträglichen Fugenmasse, farblich passend zum Blau des Bodens.

Tore oder Netze können in insgesamt 29 Hülsen, welche im Glasboden integriert sind, befestigt werden. Dabei ist auf eine exakte Positionierung der Bohrkreise geachtet worden, damit keine Spannungen im Glas zu einem Versagen der Glaselemente führen.

Hersteller: ASB, Stein und Kinon Porz, Köln