Gedenkstelen aus mundgeblasenem Glas

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Denkmal für die Toten des Eishalleneinsturzes in Bad Reichenhall

Mit einem Mahnmal aus farbigen Glasstelen gedenkt die Stadt Bad Reichenhall den größtenteils jugendlichen Todesopfern des Eishalleneinsturzes im Jahr 2006. Der Wiesbadener Künstler Karl-Martin Hartmann schuf die Gedenkstätte auf dem Areal der zerstörten Halle an der Münchner Allee. Es besteht aus 15 bis zu 3,80 Meter hohen und nachts beleuchteten Glasstelen, die der Künstler in einem Quadrat anordnete, und von denen jede einem Einsturzopfer gewidmet ist. Der gezackte Abschluss an den oberen Enden soll ihre unvollendeten Leben symbolisieren. Eingebaute LED-Streifen beleuchten das Mahnmal bei Dunkelheit.

Jede Glassäule hat eine andere Farbe, die von den Angehörigen bestimmt wurde. Der individuelle Charakter wird durch die Verwendung von mundgeblasenen – und damit fein strukturierten – Glasscheiben der Glashütte Lamberts unterstrichen, die auf Mehrfach-Verbundglas aufgebracht und in verzinkte Stahlrahmen eingefasst wurden.

Hersteller: Glashütte Lamberts, Waldsassen