Digitale Medienfassade
Isolierverglasung mit integrierten Displays
Im Zuge der fortschreitenden Medialisierung unserer gebauten Umwelt spielen Medienfassaden eine zunehmend größere Rolle. Erinnerten die ersten Ausführungen noch an große klobige Fernsehgeräte, sind die Systeme in den vergangenen Jahren deutlich verbessert worden. Auf einer ganz neuen Technologie basiert die digitale Medienfassade der Firma Onylglass Mediafacade. Statt der früher nur wenig lichtdurchlässigen Elemente, die auf einer bestehenden Glasoberfläche vor die Fassade gehängt wurden, besteht diese aus dem Isolierglas selbst. Dazu werden die Isolierglasscheiben mit LEDs ausgestattet. Anschließend können sie wie herkömmliche Verglasungselemente in die Fassade eingebaut werden. Damit verwandelt sich die Gebäudehülle in ein Großdisplay, ihre Architektur bleibt jedoch in vollem Umfang erhalten.
In Abhängigkeit vom gewählten Pixelabstand (> 20 mm) lässt sich eine Lichttransparenz zwischen 80 und 96% erreichen. Für eine Videoauflösung sollte das Display mindestens 60.000 Pixel haben, bei überwiegend statischen Darstellungen reichen weniger Pixel aus. Im Verbund lassen sich rund 1 Milliarde Farben darstellen. Der Betrieb der Fassade ist bei Tag und Nacht möglich. Für eine ökonomische und ökologische Nutzung sorgen, laut Hersteller, das Steuersystem, die lange Lebensdauer der LEDs sowie ein ausgeklügeltes Reparatur- und Wartungskonzept.
Hersteller: Onylglass Mediafacade, Stuttgart
