Dauerhaftigkeit von geklebtem Isolierglas
Forschungsbericht des ift Rosenheim
Mit Einführung der EnEV 2009 wurden die Mindestanforderungen an den Wärmeschutz um 30% verschärft. Wird bei einem Gebäude die Hülle entsprechend den Vorgaben gedämmt, wird der Anteil an Transmissionswärmeverlusten, die über das Fenster erfolgen im Verhältnis immer größer. Zusätzlich sollen die solaren Gewinne über transparente Bauteile möglichst hoch gehalten werden. Diese Anforderungen führen dazu, dass auch neue Techniken bei der Fensterherstellung Einzug halten wie beispielsweise die umlaufende Klebung des Glases zum Flügelrahmen („direct glazing“).
Durch diese Verglasungstechnik können allerdings vermehrt Kräfte direkt auf den Randverbund des Isolierglases einwirken, was zu einem vorzeitigen Versagen der Isolierglaseinheit führen kann. Ziel eines am ift Rosenheim durchgeführten Forschungsprojektes war es zu ermitteln, ob die zusätzlichen Lasten die durch die neue Verglasungstechnik auf ein Mehrscheibenisolierglas aufgebracht werden, die Dauerhaftigkeit des Randverbundes negativ beeinträchtigen.
Zu diesem Projekt ist 2010 der Abschlussbericht Dauerhaftigkeit von geklebtem Isolierglas erschienen. Die Autoren Ingo Leuschner, Christian Hübner und Karin Lieb geben darin genaue Auskunft über die analysierten Parameter, den genauen Ablauf der Prüfungen sowie die Ergebnisse, zu denen die Forscher gelangt sind. Der Bericht ist im Fraunhofer IRB Verlag erschienen, umfasst 83 Seiten und 45 Schwarz-Weiß-Abbildungen. Herausgeber ist das ift Rosenheim, auf dessen Homepage er zum Preis von 39,00 EUR bestellt werden kann (siehe Surftipps). Beim Fraunhofer Institut kann er auch als kostenlose Pdf-Datei heruntergeladen werden.
