Tonnendach

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Ein Tonnendach ist ein gewölbtes Dach, dessen Querschnitt eine halbe liegende Tonne oder ein Kreissegment darstellt. Sie verfügen somit über eine zylindrische Fläche mit einem nicht ablesbaren First.

Es handelt sich um eine sehr alte Dachform; sie ist bereits im Jahrtausend vor Christi Geburt z.B. in Jericho verwendet worden. Tonnendächer sind heute eher selten zu finden, sie werden gelegentlich für Industriebauten gewählt und bilden dann eine Reihe von Tonnendächern nebeneinander.

Aufwendig und nicht einheitlich festgelegt ist die Berechnung der Abstandsflächen beim Tonnendach. Eine Möglichkeit ist es, den Bogen in die verschiedenen Dachneigungen einzuteilen. Auf der Giebelseite ist nur die Dachneigung größer bzw. kleiner 70° entscheidend. Ab einer Neigung von mehr als 70° ist die Giebelhöhe voll zur Wandhöhe hinzu zu rechnen, dies gilt auch auf der Traufseite. Unter 70° Neigung ist 1/3 der Giebelhöhe anzurechnen. Auf der Traufseite wird das Dach nur bis zu einer Neigung von 45° zu 1/3 angerechnet. Als alternative Berechnungsmethode wird auch die Berechnung einer fiktiven Wand an der Stelle der Kreistangente bei 45° Neigung angewendet.

Ein konstruktiv außergewöhnliches Tonnendach ist das sogenannte Zollinger-Dach, welches durch eine rautenförmige Konstruktion aus miteinander verbundenen Holzbindern gebildet wird.