Pfettendach (I)

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Statisches System

Das System des üblichen Pfettendaches ist ein statisch unbestimmtes System und beruht auf der Lastabtragung der Sparren auf senkrecht dazu verlaufenden Balken (Pfetten) und somit auf den gesamten Dachstuhl. Bei gleichmäßiger Belastung entspricht dieses System einer Deckenkonstruktion aus Haupt- und Nebenträgern.

Im Einzelfalle bestimmen jedoch die Auflagerungsbedingungen am Fußpunkt (Einkerbungen oder Konsolen) das statische System, bei dem die äußeren Lasten hauptsächlich aus Vertikallasten bestehen und keine zusätzlichen Kräfte wie beim Sparrendach auftreten.

Auflager
Die Einkerbung der Sparren sollte möglichst gering ausfallen, da an diesem Punkt die Stützmomente am höchsten sind. Bei stark geneigten Dächern besteht jedoch durch geringe Einkerbung die Gefahr der Torsion der Pfette. Von daher sollte hier eine möglichst vollflächige Auflagerung zur Ausführung gelangen.

Horizontallasten
Horizontalkräfte aus Windlasten erfordern mindestens ein unverschiebliches Auflager. Dabei sollte jeder Sparren am Auflagerpunkt in beide Richtungen gehalten sein, um eine Einleitung der Windkräfte über die gesamte Dachfläche zu vermeiden.

Anschlüsse
Die Steifigkeit der Verbindung bzw. die möglichst genaue Lastübertragung durch Kontakt ist für dieses System von entscheidender Bedeutung.

Bildnachweis: Institut für internationale Architekturdokumentation: Dach-Atlas, München