Kehlbalkendach (I)

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Statisches System

Durch den Einbau eines horizontal liegenden Balkens wird aus einer Sparrendachkonstruktion ein Kehlbalkendach. Dadurch ändert sich das statisch bestimmte Dreigelenksystem zu einem statisch unbestimmten System. (Ein Kehlbalkendach ist dann vorzusehen, wenn die Sparren eine Länge von 4,50 m überschreiten. Die Anschlüsse der Kehlbalken sollten sich in der Sparrenmitte befinden, da dort die Durchbiegung am größten ist.)

Über die paarweise Verbindung zweier Sparren durch den Kehlbalken/-riegel entstehen zwei zusätzliche Auflager, die das Ausknicken der Sparren verhindern. Eine vertikale Unterstützung im Dachraum ist nicht notwendig. Im Kehlriegelanschluss treten hauptsächlich Druckkräfte aus den Sparren und vertikale Querkräfte aus der Auflast des Kehlriegels auf. Sinnvoll ist von daher der seitliche Anschluss des Kehlbalkens an den Sparren mit Hilfe von Knaggen.

Dachgröße
Bei gleichmäßiger Druckbelastung durch Eigengewicht und Schnee sind mit Hilfe des Kehlbalkendaches größere Spannweiten möglich. Einem Ausknicken des Kehlbalkens muss dabei entgegengewirkt werden.

Lasten
Eingeschränkt wird die Tragfähigkeit dieser Konstruktion durch einseitige Belastung, wie sie durch Windkräfte entsteht. Die Horizontalkräfte am Fußpunkt sind aufgrund des Kehlbalkens höher als beim reinen Sparrendach.