Förderungen von Gründächern
Programme von Städten, Kommunen und Ländern
Eine Dachbegrünung dämmt, reflektiert und speichert Wärme. So bietet diese Dachart nicht nur ökologische, sondern auch wirtschaftliche Vorteile. Förderprogramme für Dachbegrünungen finden sich direkt bei den Städten, Kommunen und Ländern. Sie laufen in der Regel im Zuge der Unterstützung nachhaltigen Wassermanagements. Abhängig vom Ort der Maßnahme sollte der Antragsteller immer den aktuellen Stand abfragen, da viele Programme – je nach Haushaltslage – gestrichen oder ausgesetzt werden. Ebenfalls lokal zu prüfen ist die indirekte Förderung durch Gebührenerleichterungen beim Niederschlagswasser. Die Förderungen liegen z.B. in 2011 von 5,00 EUR/m² (Baden-Württemberg; Gemeinde Kappel-Grafenhausen) bis 30,68 EUR/m² (Saarland; Gemeinde Schmelz). Dabei kommt es meist zu Zuschüssen von maximal 50% der Kosten des Gründachs, nicht des ohnehin notwendigen Dachaufbaus.
Beim geneigten Dach ist darauf zu achten, dass abhängig vom Programm entweder die Dachflächen oder nur die projizierte Fläche zu berechnen ist. Die jeweiligen Anforderungen an die zu fördernden Gründächer sind unterschiedlich. Meist beginnt eine Unterstützung ab einer Fläche von 10 m². Außerdem gibt es teilweise Anforderungen an die Stärke der Substrat- oder Vegetationsschicht. Ebenso kann die Festlegung einer Mindestnutzungsdauer (z.B. 10 Jahre) eine Forderung sein, die zu erfüllen ist.
Eine weitere Möglichkeit der indirekten Förderung kann im Zusammenhang mit den KfW-Programmen (Kreditanstalt für Wiederaufbau) zur CO2-Reduzierung erreicht werden. Hier ist die Hinzuziehung eines Sachverständigen anzuraten bzw. Voraussetzung.
Hinweis: In den meisten Fällen ist es wichtig die Anträge vor Beginn der Maßnahmen zu stellen.
Bildnachweis: Fachvereinigung Bauwerksbegrünung, Saarbrücken
Zum Thema
- Dachbegrünung
Surftipps
www.baunetzwissen.de/Flachdach > Gründächer
