Sturmkralle zur Windsogsicherung
Reaktion auf veränderte Anforderungen und Vorgaben
Wetterextreme werden in Deutschland weiter zunehmen, so die Ergebnisse einer aktuellen Studie im Auftrag der Versicherungswirtschaft, die seit Anfang 2011 vorliegt. Potenziell könnte es 50% mehr Sturmschäden geben. Auf diesen Anstieg reagierte der Zentralverband des Deutschen Dachdeckerverbands (ZVDH) mit der Ergänzung der Fachinformationen Deutsches Dachdeckerhandwerk - Regelwerk-Kombi-Paket um Regelungen zur Windsogsicherung, die zum 1. März 2011 in Kraft trat. Die Neuregelung orientiert sich an der DIN 1055-4 Einwirkungen auf Tragwerke: Windlasten sowie der DIN EN 1991-1-4 Einwirkungen auf Tragwerke: Allgemeine Einwirkungen - Windlasten.
Mit seiner neuen, so genannten Multi-Sturmkralle stellt sich der Hersteller Nelskamp auf die veränderten Anforderungen zur Windsogsicherung ein. Diese ist für die Flachdachziegel „F 7/18°“, „F 10 Ü“, „F 12 Ü Nord“ und „F 12 Ü Süd“ sowie die Großziegel-Modelle „MS 5“ und „DS 5“ geeignet.
Diese Sturmkralle soll den Dachdeckern nicht nur die Vorratshaltung erleichtern, sondern auch für eine leichte und schnelle Montage sorgen. Dabei wird sie einfach auf der Ziegel-Oberseite aufgesetzt und mit der Traglattung verschraubt. Auf diese Weise entfallen Schraublöcher in den Ziegeln, die deren Funktion beeinträchtigen könnten. Auf der Unterseite der Ziegel wird die Kralle in eine Ton-Nut eingerastet. Es entsteht eine zweifache, kombinierte Kopf- und Fußbefestigung. Damit soll die Sturmkralle höhere Auszugswerte gegenüber bisherigen Systemen erreichen und übertrifft laut Hersteller die Vorgaben der neuen Fachregeln des Deutschen Dachdeckerhandwerks deutlich.
Hersteller: Dachziegelwerke Nelskamp, Schermbeck
