Passivhaustaugliche Schrägverglasung

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Zertifiziertes Pfosten-Riegel-System für Glasdachkonstruktionen

Der Anspruch an den Wärmeschutz ist bei Passivhäusern höher als bei anderen Gebäuden. Insbesondere dem Dach kommt aufgrund seiner großen Fläche eine große Bedeutung zu. Für Glasdachkonstruktionen war bisher ein Einzelnachweis notwendig, nun hat das Passivhaus-Institut Darmstadt die Schrägverglasung CI-System Glasarchitektur PR 60 des Herstellers Lamilux Heinrich Strunz als passivhaustauglich zertifiziert.

Bei der Pfosten-Riegel-Konstruktion werden Dreifach-Verglasungen mit Argon-Füllung und gedämmten Abstandhaltern ver­wendet. Zwei der Scheiben verfügen über eine Low-E-Beschichtung, die kurzwellige Strahlung durchlässt, langwellige reflektiert und den U-Wert verbessert. Der Ug-Wert der insgesamt 52 mm starken Verglasung beläuft sich auf 0,70 W/m²K in der geneigten Einbaulage. Pfosten und Riegel sind mit einem Dämmsystem ausgestattet und weisen einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,91 W/m²K auf. Auf Grundlage der DIN EN ISO 10077 – Wärmetechnisches Verhalten von Fenstern, Türen und Abschlüssen wurde für die gesamte Schrägverglasung ein Wärmedurchgangskoeffizient von 0,82 W/m²K er­mittelt.

Für die Zertifizierung spielte neben dem Wärmeschutz die Wahrscheinlichkeit der Schimmelbildung eine Rolle, die mit dem fRsi-Wert angegeben wird. Dieser beträgt für die Schrägverglasung 0,79, ein Schimmelrisiko besteht bei Werten kleiner als 0,7.

Mit der Pfosten-Riegel-Konstruktion lassen sich Glasdächer in verschiedenen Größen, Formen und Neigungswinkeln umgesetzen. Die Pfosten und Riegel werden in RAL-Farben nach Wahl beschichtet.

Hersteller: Lamilux Heinrich Strunz, Rehau

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