Gerät zur Regelung der Raumluft

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Temperatur, Frischluft, Feuchtegehalt und Reinigung

Ein Gerät, das anstelle eines Heizkörpers aufgestellt wird, aber zusätzlich die Raumluft verbessert, hat der Schweizer Hersteller Air-On entwickelt. Mit geringem Energieaufwand sorgt es neben der Beheizung auch für die Lüftung, Luftreinigung, Entfeuchtung oder Befeuchtung von Innenräumen. Das Klima lässt sich in jedem Raum individuell und unabhängig regulieren. Nach Bedarf wird Außenluft zugeführt, aber auch die Raumluft gereinigt und z. B. automatisch entfeuchtet, um Schimmel­bildung zu verhindern. Ein sehr trockenes Raumklima im Winter lässt sich durch Befeuchtung der Raumluft (als nachrüstbares Modul) verbessern.

Das Gerät, das wie sein Hersteller Air-On heißt, ist mit einer Steuerung ausgestattet, die seinen Einsatz bedarfsgerecht und energiesparend regelt. Dafür werden die CO2-Konzentration, die Luftfeuchte und die Temperatur des Innenraums ständig überprüft. Dieser wird durch Konvektion rasch und effizient beheizt. Bei Grundlast wird der Konvektor passiv durch den Vorlauf erwärmt; so können bei einer Vorlauftemperatur von 40°C bis zu 400W abgegeben werden. Ist der Heizbedarf höher, schaltet sich eine dezentrale, thermoelektrische Wärmepumpe zu, die sofort Heizleistungen bis 900W ermöglicht.

Je nach Bedarf wird ein Raum stündlich mit bis zu 60m³ gereinigter Außenluft versorgt. Über einen Wärmetauscher wird diese von der Abluft vorge­wärmt bzw. vorgekühlt. Außenluft und Raumluft durchströmen drei Filterstufen (Grobfilter, elektrostatischer Filter und Aktivkohlefilter) und werden dadurch von Feinstaub, insbesondere auch Ultra­feinstaub, Pollen und unangenehmen Gerüchen befreit. Auch schädliches Ozon in der Außenluft wird so wirkungsvoll reduziert.

Das Entfeuchten erfolgt im Zusammenspiel mit der Kühlung: Sobald die Außen- und Raumluft im Kühlbetrieb durch die Wärmepumpe unter den Taupunkt gekühlt wird, verliert sie aktiv an Feuchte. Dies unterstützt die Kühlungsfunktion, da die Tempera­turwahrnehmung mit der Luftfeuchtigkeit zusam­menhängt. Im Heizbetrieb wird der Raum durch zugeführte Außenluft getrocknet.

Besonders energieeffizient arbeitet das Gerät laut Herstellerangaben mit Niedertemperatur-Wärmepumpen oder Betonkerntemperierung. Solche Systeme können häufig in zwei Richtungen betrieben werden, so dass damit ein kühler Vorlauf im Bereich von 15-20°C bereitgestellt werden kann. Ist das der Fall, entfeuchtet das Gerät aktiv, indem es unter den Taupunkt kühlt. Unabhängig von der Vorlauftemperatur wird es im Renovierungsfall einfach an ein bestehendes Zweileiter-Heizleitungsnetz angeschlossen. Ein druckunab­hängiges Durchflussventil sorgt für konstanten Durchfluss durch jedes einzelne Gerät.

Über eine Außenleitung wird Kondensat abgeführt, das bei der aktiven Entfeucht­ung sowie im Wärmetauscher der Außenluftzufuhr entsteht. Bei Sanierungen kann diese unterhalb einer zusätzlichen Wärmedämmung geführt werden. Die Außenluftzufuhr und -abfuhr erfolgt direkt durch die Fassade. Falls Lüftungsgitter in der Fassadenoberfläche als störend empfunden werden, lässt sich die Luft durch spezielle Dämmelemente mit integrierten Luftkanälen unsicht­bar abführen. Dabei wird die Luft bis unterhalb des Fensterbretts geführt.

Hersteller: Air-On, Cham/CH