Härte

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Es gibt verschiedene Arten der Härteprüfung. Bei der Prüfung von Fliesen und Natursteinen wird meist die Härteskala nach Mohs angewandt. Sie ist in Härtegrade von 1 bis 10 eingeteilt:

  1. Talk - mit Fingernagel schabbar
  2. Gips - mit Fingernagel ritzbar
  3. Kalkspat - mit Kupfermünze ritzbar
  4. Flussspat - mit Messer gut ritzbar
  5. Apatit - mit Messer noch ritzbar
  6. Feldspat - mit Stahlfeile ritzbar
  7. Quarz - ritzt Fensterglas
  8. Topas
  9. Korund
  10. Diamant - nur von sich selbst und Bornitrit ritzbar
Bei Fliesen ist eine Einordnung nach diesen Härtegrade sinnvoll, bei Natursteinen jedoch nicht immer. In der Regel liegt dort ein Gemenge von verschiedenen Mineralen vor und es ist deshalb keine eindeutige Zuordnung möglich. Beispielsweise besteht ein Granit u.a. aus den Bestandteilen: Biotit (Härtegrad 2), Feldspat (Härtegrad 5) und Quarz (Härtegrad 7). Um eine Aussage über die mechanische Widerstandsfähigkeit von bestimmten Natursteinen treffen zu können, ist es deshalb zweckmäßiger, die Abriebfestigkeit zu untersuchen.

Eine gängige Versuchsanordnung stellt hierbei die Schleifscheibe nach Böhme dar, gemäß DIN 52108 Prüfung anorganischer nichtmetallischer Werkstoffe - Verschleißprüfung mit der Schleifscheibe nach Böhme - Schleifscheiben-Verfahren.