Arten keramischer Fliesen und Platten

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Die Eigenschaften keramischer Fliesen und Platten werden weitgehend von der Güte des Scherbens bestimmt. Neben der Rohstoffmischung ist die Brenntemperatur von entscheidender Bedeutung, außerdem die Porosität und damit die Wasseraufnahmefähigkeit des Scherbens. Bei hoher Wasseraufnahme ist der Scherben porös, die Poren sind offen. Diese Fliesen und Platten sind nicht frostbeständig und haben einen dumpfen Klang.

Zur Gruppe der keramischen Erzeugnissen mit niedriger Wasseraufnahme gehören die Steinzeug- und Feinsteinzeugfliesen. Ihr Scherben ist dicht, hat geschlossene Poren, ist frostbeständig und einen hellen Klang. Steinzeugfliesen gibt es in glasierter und unglasierter Form.

Nach Korngröße ihrer Gefügebestandteile lassen sich keramische Erzeugnisse außerdem in Fein- und Grobkeramik unterteilen. In den Bereich der Feinkeramik fallen alle Fliesen für Wand- und Bodenbeläge (Steingut, Irdengut, Steinzeug). Grobkeramische Produkte werden aufgrund ihrer früheren Herstellungsart noch als Platten bezeichnet (Spaltplatten, Klinkerplatten, Cottoplatten). Auch ungebrannte Belagsstoffe und Natursteinerzeugnisse werden oftmals Platten genannt (siehe Beitrag Unterschied zwischen Natursteinfliese und Natursteinplatte). Eine gesetzlich oder in Normen definierte Unterscheidung zwischen den Begriffen Fliesen und Platten gibt es nicht, deshalb werden beide Bezeichnungen verwendet.