Dränschichten bei Dachbegrünungen

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Die Dränschicht (auch Dränage oder Drainage genannt) einer Dachbegrünung hat die Aufgabe, Überschusswasser so abzuführen, dass es nicht zur Vernässung innerhalb der Vegetationstragschicht kommt. Ihre Hauptaufgabe besteht also in der zuverlässigen Ableitung des Wassers in die entsprechenden Dachabläufe. Dränschichten können jedoch auch zur zusätzlichen Wasserspeicherung herangezogen werden, den Wurzelraum vergrößern, die Wurzeln zusätzlich belüften oder die unter ihr liegende Schicht vor Beschädigung schützen.

Aus Gewichtsgründen werden auf Dächern vorwiegend leichte Materialien zum Bau von Dränschichten eingesetzt, z.B. Dränmatten, -platten und -elemente aus Kunststoff oder Schüttungen aus Blähton oder Lava. Entsprechend geformte Dränelemente können in oberseitigen Mulden Niederschlagswasser zurückhalten; andere Typen aus Hartschaum dürfen gemäß Allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung als zusätzliche Wärmedämmschicht angerechnet werden.

Eine Dränschicht sollte so dimensioniert werden, dass Teilflächen bis zu 400 m² Größe mit einem Dachgefälle von 2% bei der zu erwartenden Auflast einwandfrei entwässert werden. Die in DIN 4095 Dränung zum Schutz baulicher Anlagen gestellten Anforderungen lassen sich auf erdüberschüttete Decken übertragen. Durch flächigen Wasseranstau innerhalb einer entsprechend hoch auszubildenden Dränschicht besteht die Möglichkeit einer Anstaubewässerung. Dies kommt allerdings nur bei Intensivbegrünungen in Betracht und setzt eine gefällelose Dachausbildung voraus. Damit nicht Feinteile aus der Vegetationstragschicht die Dränagefunktion beeinträchtigen, werden Dränschichten in der Regel mit verrottungsfesten Filtervliesen abgedeckt.