DIN 18531: Dachabdichtungen - Abdichtungen für nicht genutzte Dächer
Die Teile 1-4 der DIN 18531 Dachabdichtungen für nicht genutzte Dächer gelten für die Planung und Ausführung von Abdichtungen nicht genutzter Dächer aus bahnenförmigen und flüssig aufzubringenden Stoffen bei Neubauten sowie Instandhaltung und Dacherneuerung. Sie gelten auch für die Abdichtung von extensiv begrünten Dächern. Die Aufnahme von flüssig aufzubringenden Stoffen in die DIN 18531 erfolgte mit der letzten Neuauflage im Mai 2010. Gleichzeitig erfolgte eine Aktualisierung der Teile 1 bis 4 aufgrund der europäischen Stoffnormung.
Die Norm besteht aus vier Teilen:
- Teil 1: Begriffe, Anforderungen, Planungsgrundsätze
- Teil 2: Stoffe
- Teil 3: Bemessung, Verarbeitung der Stoffe, Ausführung der Dachabdichtungen
- Teil 4: Instandhaltung
Je nach geplanter Anwendung werden nach der DIN 18531 zwei Kategorien für Dachabdichtungen unterschieden:
- Anwendungskategorie K1 (Standardausführung)
Dachabdichtungen, an die übliche Anforderungen gestellt werden. Dabei ist grundsätzlich darauf zu achten, dass eine Mindestneigung der Abdichtungsebene von > 2% eingehalten wird. Bei Dächern mit einem Gefälle < 2% sind hinsichtlich der Stoffauswahl die Bemessungsregeln für die Anwendungskategorie K2 einzuhalten. - Anwendungskategorie K2 (hochwertige Ausführung)
Dachabdichtungen, an die durch die Planer / Bauherren aufgrund hochwertiger Gebäudenutzung (z.B. bei Hochhäusern oder Dächern mit erschwertem Zugang) erhöhte Anforderungen gestellt werden. Hierbei ist ein Gefälle von mindestens 2% in der Abdichtungsebene und mindestens 1% im Bereich von Kehlen einzuhalten.
Die Norm gilt nicht für:
- Dachdeckungen und Unterdächer
- Abdichtungen von genutzten Dächern wie Terrassen, Parkdecks und intensiv begrünten Dachflächen
- Abdichtung von Balkonen
Bildnachweis: Bauder, Stuttgart
