Typisch für die Siebziger
Beitrag im DDH 1-2/2012
Die energetische Sanierung dreier in die Jahre gekommener Mehrfamilienwohnhäuser in Kassel ist Thema des Artikels Typisch für die Siebziger, verfasst von Anne Fingerling und erschienen in der Zeitschrift DDH 1-2/2012. Die drei freistehenden Gebäude mit insgesamt 109 Wohneinheiten wurden in den Jahren 1975/76 als Flachdachbauten mit Beton- und Kalksandsteinfassade errichtet. Da Gebäudehülle und Anlagentechnik seit der Errichtung nicht wesentlich verändert wurden, waren die Objekte dringend sanierungsbedürftig.
Die Gebäude wiesen zahlreiche Betonschäden sowie konstruktionsbedingte Wärmebrücken auf. Eine Gesamtbetrachtung der Gebäudehülle und Bauteilschäden war zwingend erforderlich, um die Sanierung langfristig schadenfrei zu planen. Auch die Flachdächer waren an vielen Stellen schadhaft: An den Rändern lag die Dachhaut frei und war infolge der Sonneneinstrahlung porös und undicht geworden, so dass die alte Dämmung bereits vollständig durchfeuchtet war. Die Attika bestand aus einem kleinen Betonkranz, der mit 4 cm, ebenfalls durchfeuchteter Dämmung versehen war.
Der schadhafte Flachdachaufbau wurde bis auf die Betondecke vollständig abgetragen und diese mit einem neuen Gründachaufbau versehen. Da die neue Dämmung mit einer Stärke von 20 cm die alte Attika überragte und eine neue Attika zusätzlich an die 16 cm Außenwanddämmung angepasst werden musste, wurde eine Sonderlösung in Form einer „Dämm-Attika“ entwickelt. Im Rahmen des Artikels wird diese Sonderlösung näher erläutert und außerdem beschrieben, wie die Problematik zahlreicher Wärmebrücken gelöst wurde.
