Gefälle

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Die Flachdachrichtlinien schreiben vor, dass Flachdächer mit einem Gefälle von mindestens 2% gebaut werden sollen. Stehendes Wasser auf dem Dach kann zur statischen Überlastung der gesamten Gebäudekonstruktion führen. Bei einem nicht ausreichenden Gefälle oder auch bei Sonderkonstruktionen ohne Gefälle - den sogenannten Nulldächern - kann bereits eine einzige undichte Stelle dazu führen, dass das komplette Dachschichtenpaket durchnässt wird. Ein ausreichendes Gefälle bei Flachdächern ist demnach nicht nur statisch relevant, sondern auch für den Feuchteschutz wichtig.

Das Gefälle sorgt dafür, dass das Niederschlagswasser schneller abfließt, Pfützenbildung und Wasseransammlungen vermieden werden. Zudem vermindert es die Gefahr einer Beschädigung der Abdichtung durch Scherkräfte bei Eisbildung. Beim Gefälle-Dach kann ein Großteil der Dachfläche auch dann weiter funktionsfähig sein, wenn einzelne Stellen beschädigt sind. Durch das Gefälle wird meist die Lebensdauer der Abdichtung erheblich verlängert.

Zwar sieht die Richtlinie lediglich ein Gefälle von mindestens 2% vor, Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass ein effektiver Abfluss des Niederschlagswassers erst ab einer Neigung von mehr als 3% gewährleistet ist. Die Flachdachrichtlinie selbst verwendet zur Bezeichnung der Dachneigung (3.3.1) sowohl Prozent- als auch Gradangaben, dies führt immer wider zu Verwirrungen. In der beigefügten Grafik finden Sie eine Umrechnungstabelle von Prozent/Grad.