Fertig in zehn Tagen

Bildergalerie | 1 | 2 |

Beitrag im DDH 16/2011

Die Umwandlung des Daches einer Lagerhalle vom asbesthaltigen Wellplattendach zum gedämmten Stahltrapezblechdach mit integrierter Photovoltaikfläche beschreibt Autor Andreas Petruschke in seinem Artikel „Fertig in zehn Tagen“, erschienen in der DDH - Das Dachdeckerhandwerk, Ausgabe 16/2011.

Bei der jährlichen Wartungsbegehung der Lagerhalle in Monheim stellten die Mitarbeiter des Bedachungsunternehmens fest, dass die vorhandenen Wellasbestplatten infolge von Witterungseinflüssen, Alterserscheinungen sowie häufiger Begehungen sehr stark beansprucht waren. Durch die letzten schneereichen Winter war an den Wellplatten eine sehr hohe Bruchrate entstanden. Aufgrund der starken Schäden wurde aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten auf eine erneute Reparatur des Daches verzichtet.

Die 30 m lange und 16 m breite Halle besteht aus Betonbindern mit einer Spannweite von 7,5 m und hat eine Dachneigung von 5%. Die Wellplatten waren mit speziellen L-Haken mit den T-förmigen Betonbindern verbunden. Die Überprüfung durch einen Statiker ergab, dass die vorhandenen Betonbinder mit dem Eigengewicht der Wellplatten sowie der rechnerischen Schneelast vollständig ausgereizt waren. Es musste also ein Sanierungskonzept gefunden werden, das eine leichte Dachkonstruktion mit möglichst großem Nutzen (entsprechend den Wünschen des Bauherrn) verbindet.

Gewählt wurde ein Warmdach auf Stahltrapezblechen, abgedichtet durch eine Kunststoffbahn mit integrierten Photovoltaikmodulen. Auf diese Weise ließ sich eine möglichst leichte Konstruktion mit einer wirtschaftlichen Nutzung der Dachfläche verbinden. Eine weitere Herausforderung stellte die Befestigung des neuen Dachaufbaus an die vorhandenen Betonbinder dar, welche nicht durch Bohren weiter in ihrer Tragfähigkeit geschwächt werden sollten. Wie dies gelöst wurde, wie der Abbau der asbesthaltigen Wellpappen erfolgte und sich die Kabelführung realisieren ließ, ist im Artikel nachzulesen.

Surftipps

www.ddh.de