Rolläden
Anordnungsmöglichkeiten
Rollläden galten lange Zeit als hausbackene, graue und unansehnliche Übel für Erdgeschosswohnungen – natürlich zu Unrecht. Erstens hat sich in Sachen Design eine Menge getan, zweitens erfüllen Rollläden ein komplexes Spektrum von bauphysikalischen Aufgaben. Dazu gehören der sommerliche als auch der nächtliche Wärmeschutz, Schallschutz, Sonnen- und Sichtschutz. Sie dienen außerdem als wirksamer Einbruchschutz.
Um diese Vorteile nutzen zu können, müssen insbesondere die baukonstruktiven Anschlüsse zwischen Rollladenkasten und Gebäude bereits in der frühen Planungsphase geklärt werden. Häufige Schäden sind Wärmebrücken, Undichtigkeiten bzw. eindringende Feuchtigkeit sowie Zuglufterscheinungen durch mangelnde Winddichtigkeit.
Folgende Anordnungsmöglichkeiten sind baukonstruktiv als Regelfälle möglich:
- der Kasten sitzt direkt unter dem Fenstersturz, ggf. wird die
Wärmedämmung der Wand durchgehend bzw. flächenbündig über den
Kasten gezogen
- wie vor, jedoch an Stelle eines Sturzes wird der Kasten an der
Deckenplatte angeordnet
- der Rollladenkasten selbst wird tragend ausgebildet, Anordnung
direkt unter der Decke
- Anordnung oberhalb der Decke, z.B. bei hohem Installationsboden
im darüberliegendem Geschoss
- der Kasten sitzt vor dem Sturz, d.h. als horizontal gestaltendes Element in der Fassadenebene
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