Gesamtenergiedurchlassgrad
g-Wert
Der Gesamtenergiedurchlassgrad oder g-Wert (nach DIN 67507) beschreibt für Verglasungen einschließlich der Sonnenschutzvorrichtungen die Summe der Energie, die aus direkter Sonnenstrahlungsleistung und sekundärer Wärmeabgabe von außen nach innen transportiert wird. Die Ermittlung des Wertes erfolgt in einer Kombination von Messung (Transmissions- und Reflexionsgrade) und Berechnung (U-Wert).
Für ein ideal strahlungsdurchlässiges Fenster beträgt der g-Wert 1,00 oder 100 %. Bei Normalglas liegen die Werte bei 0,7 bis 0,9.
Die Ermittlung des g-Werts nach DIN 67507 ist allerdings nur eingeschränkt bis gar nicht durchzuführen, wenn die Glasoberflächen bedruckt, emailliert oder in sonstiger Art mit visuell erfassbaren Strukturen beschichtet sind. Die DIN-Berechnung setzt nämlich einen senkrechten Strahlungseinfall bei einem homogenen Aufbau der Glasschichten voraus. Aus diesem Grund sind die g-Werte von Glaskuppeln und gekrümmten bzw. gebogenen Scheiben ebenfalls sehr schwer zu ermitteln.
Ein hoher Gesamtenergiedurchlassgrad bedeutet einen hohen Strahlungsdurchgang durch das Glas und damit verbunden eine hohe Wärmebelastung des Innenraumes. Die einfallenden Sonnenstrahlen werden von den innen liegenden Bauteilen absorbiert und in Form von Wärmestrahlung an den Innenraum abgegeben. Sinnvoll und energetisch nutzbar bleibt dieser Wärmefallen-Effekt im Wintermodell, extrem belastend kann er sich im Sommer auswirken.
Durch die hohen Strahlungsgewinne heizt sich das Fensterglas so weit auf, dass die Glastemperatur über der Lufttemperatur des Innenraumes liegt und damit ein wirkungsvoller Wärmeaustausch mit der kühleren Außenluft unterbleibt.