Brandschutzverglasungen

G-/F-Verglasungen

Die DIN 4102, Teil 2 und 5, sowie DIN 4102, T 13 kennt Brandschutzverglasungen in den Feuerwiderstandsklassen F und G. Sowohl F-Verglasungen als auch G-Verglasungen sind in die Feuerwiderstandsklassen F 30, F 60, F 90, und F 120 sowie G 30, G 60, G 90 und G 120 eingeteilt. Die Zahlen geben die Feuerwiderstandsdauer in Minuten an. T-Verglasungen stehen für Türen und haben dieselben Anforderungen wie F-Verglasungen.

F-Gläser unterscheiden sich von G-Gläsern im wesentlichen dadurch, dass sie neben der Standfestigkeit gegenüber Feuer auch die Wärmeübertragung durch Leitung, Konvektion und Strahlung in hohem Maße einschränken.

F-Glas besteht aus zwei vorgespannten Gläsern (ESG) à 6 mm, die als eine Art Isolierglas vorgefertigt werden. Im Austausch wird die dazwischenliegende Luft durch eine organische, wasserhaltige Substanz (Gel) ersetzt. Im Brandfalle springt die dem Brand zugekehrte Einzelscheibe, und das Gel kann nun durch Wasserabgabe Brandwärme kompensieren. Durch den Verbrennungsvorgang an der Oberfläche der Brandschutzschicht verfärbt sich das Glas und ist so strahlungsundurchlässig.