Anschlüsse Fenster

Die Bauanschlüsse des Fensters können nach drei Seiten unterschieden werden. Der untere, horizontale Teil der äußeren Fensterlaibung ist die so genannte Sohlbank, der innere, waagerechte Teil die so genannte Fensterbank. Darunter liegt die so genannte Fensterbrüstung. Die beiden vertikalen seitlichen Begrenzungen nennt man Fensterlaibung, die horizontale Fläche im oberen Teil bezeichnet man als Fenstersturz.Nach der Ausbildung der Fensterlaibung können prinzipiell drei Anschlagsarten unterschieden werden:

  • der Innenanschlag

  • der Außenanschlag

  • die stumpfe Fensterlaibung
Konform zu diesen drei möglichen Anschlagsarten werden Fenster auch oft in drei Kategorien eingeteilt:

  • das Blendrahmenfenster (mit Innen- oder Außenanschlag)

  • das Blockrahmenfenster und

  • das Zargenfenster (in der stumpfen Laibung).

Die Stellen zur Fensterbefestigung müssen so festgelegt werden, dass eine einwandfreie Übertragung der Kräfte in das Bauwerk gewährleistet ist. Es dürfen dabei keine Verformungen auftreten, die die Funktion des Fensters beeinträchtigen. Bei der Dimensionierung und Festlegung der Fensterbefestigung sind unbedingt folgende Faktoren zu berücksichtigen:

  • Glas- und Rahmengewichte

  • Zusatzlasten und

  • die auftretende Windlast.
Das Zusammenwirken von Bauteilen mit unterschiedlichen Aufgaben wird immer dann zum Problem, wenn die Wechselwirkung, die sich durch deren Verbindung ergibt, nicht beachtet wird. Der Einbau von Fenstern und die Ausführung der Anschlussfuge zwischen Fenster und Baukörper erfordern daher eine ausreichende Planung, damit diese Verbindung allen Anforderungen gerecht wird.

Der Baukörperanschluss muss so ausgebildet werden, dass eine Tauwasserbildung vermieden wird, die Fensterkonstruktion frei arbeiten kann und eventuelle Belastungen durch statische Verformungen oder Erschütterungen verhindert werden. Für diesen Fall gibt es, je nach der jeweiligen Beanspruchungsgruppe (DIN 18055), sechs Anschlussmöglichkeiten: