"Die richtigen U-Werte von Fenstern, Türen und Fassaden"
Merkblatt des Verbandes für Fenster- und Fassadenhersteller
Die mit der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2002 neu eingeführten europäischen Werte für den Wärmeschutz bei Fenstern, Türen und Fassaden haben in den letzten Jahren immer wieder zu Unklarheiten geführt. Verstärkt wurden die Unsicherheiten durch die zwischenzeitliche Überarbeitung der DIN V 4108-4 und die zeitverschobene Umsetzung durch die Bauregelliste. Mit seiner Neufassung des Merkblatts ES.01 "Die richtigen U-Werte von Fenstern, Türen und Fassaden" bringt der Verband der Fenster- und Fassadenhersteller e.V. die Unternehmen der Branche auf den neusten Stand.
Der durch die EnEV notwendige Wechsel bei der Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten von den alten k-Werten zu den europäischen U-Werten hat vielfach zu Missverständnissen und teilweise zu fehlerhaften Angaben geführt. Denn die U-Werte haben eine andere Grundlage und weichen somit in der Regel von den früheren Werten ab. Die nach Inkrafttreten der EnEV erfolgten Überarbeitungen der DIN V 4108-4 und der Bauregelliste haben weitere Unsicherheiten geschaffen. Insbesondere ergeben sich danach neue deutsche U-Bemessungswerte. Diese basieren auf den europäischen Nennwerten, können aber insbesondere bei Sprossenfenstern abweichen. Dabei müssen je nach Sprossentyp unterschiedliche Korrekturwerte zu den bisherigen Nennwerten addiert werden, falls der Einfluss bei der Berechnung noch nicht berücksichtigt wurde. Da der Zuschlag bis zu +0,3 W/(m2K) betragen kann, bedeutet dies für die meisten Bemessungswerte UW,BW für Sprossenfenster, die sich nunmehr aus Nennwert und Korrekturwert errechnen, eine erhebliche Verschlechterung gegenüber den bisherigen Werten.
In einem "Ausblick" erläutert das Merkblatt die bereits absehbaren weiteren Verschärfungen der nach der EnEV erforderlichen Wärmedämmwerte. Im Rahmen der Normenentwicklung und ‑anpassung wird sich vor allem die Erhöhung des linearen Wärmedurchgangskoeffizienten Y (Psi) für den Übergangsbereich von Glas und Rahmen nachteilig auf die U-Werte von Fenstern, Türen und Fassaden auswirken. Mit der Aufnahme der daraus resultierenden neuen "Fenstertabelle" in die nächste Fassung der DIN V 4108-4 werden dann mit dieser Bezugsnorm auch die Anforderungen der EnEV indirekt verschärft.
Das Merkblatt mit der Bezeichnung ES.01: 2004-11 löst das Merkblatt ES.01: 2002-01 ab. Es ist als Leseprobe auf der unten verlinkten Website einzusehen und kann beim Verband auch per eMail bestellt werden. Die Schutzgebühr für das Merkblatt beträgt 9,50 EUR. Mitglieder des Verbandes erhalten ein Exemplar kostenlos.
Herausgeber:
Verband für Fenster- und Fassadenhersteller e.V.
Walter-Kolb-Str. 1-7
60594 Frankfurt/Main
Tel.: 069/95 50 54-0
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