Sonnenschutz innen

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Besondere Merkmale des innenliegenden Sonnenschutzes sind die leichte Bauweise und die Möglichkeit der variantenreichen Fenster- und Raumgestaltung durch zahlreiche Systeme und Farben. Allerdings sind bei dieser Anbringung die Sonnenstrahlen bereits in den Raum gelangt, wenn sie reflektiert werden, die Gebäudehülle wurde demnach bereits durchdrungen. Ein außenliegender Sonnenschutz, der die Strahlung vor dem Haus abfängt, ist daher aus wärmeschutztechnischen Gründen immer vorzuziehen. 

Sonnenschutz im Innenraum wird u.a. bei folgenden Rahmenbedingungen eingebaut:

  • Große nach außen aufschlagende Lüftungsflügel, die das Anbringen eines Sonnenschutzes außen verhindern
  • Denkmalpflegerische oder gestalterische Gründe, die einen außenliegenden Sonnenschutz verhindern
  • Sehr gute Be- und Entlüftung des Innenraums
  • Außenliegende Sonnenschutzelemente wären unzugänglich
  • Nachträglicher Einbau von außenliegenden Elemente ist unmöglich
  • Zusätzlich Bildschirmarbeitsplätze vor Blendung schützen
Bei waagerecht und schräg eingesetzten Anlagen sollte grundsätzlich ein Abstand von 100 bis 150 mm zur Scheibe und an den Kopf- und Fußleisten ein Abstand von ca. 30 mm zur Laibung eingehalten werden. Diese Abstände sind notwendig, um einen Hitzestau und damit das hohe Risiko für Glasbruch zu minimieren. Darauf ist insbesondere dann zu achten, wenn eine ausreichende Belüftung nicht immer gewährleistet werden kann.

Für innenliegenden Sonnenschutz gilt eine sogenannte Faustregel: Je höher die Strahlungsreflexion, desto besser die Wirkungsweise als Sonnenschutz. Der Abminderungsfaktor (Fc-Wert ) von innenliegendem Sonnenschutz ist sehr niedrig, sodass bei großen Verglasungsflächen selten ein solches System ausreicht, um mit möglichst wenig Energie möglichst behagliche Innenraumtemperaturen im Sommer zu ermöglichen.

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