Vorhangfassaden

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Nach DIN EN 13830 Vorhangfassaden - Produktnorm werden Vorhangfassaden z.B. in Pfosten-Riegelbauweise, als Elementfassade oder auch Doppelfassade ausgeführt. Diese Rahmenkonstruktionen enthalten Füllungen, die transparent (verglaste Teile, auch in Form von öffenbaren Fenstern) oder opak (Paneele) sein können. Bei dieser Fassadenart gibt es keine Hinterlüftung. Die Vorhangfassade stellt eine leichte nichttragende Außenwand dar, die in einem Bauteil Innenraum- von Außenklima über mehrere Geschosse hinweg trennt.

Die auch Curtain Wall genannte Fassade wird mit ihrer Unterkonstruktion an den Geschossdecken oder tragenden Stützen befestigt und trägt nur ihr Eigengewicht und keine anderen statischen Lasten. Unterschieden werden Vorhangfassaden in Stab- und Elementsysteme, meistens werden sie mit einer Skelettbauweise kombiniert.

Üblicherweise erfolgt die Abtragung der Vertikal- und Horizontallasten einer Vorhangfassade geschossweise, kann aber auch mit eingefügten Tragwerkkomponenten über größere Distanzen überbrückt werden. Ihre Befestigung am Tragwerk erfolgt mit justierbaren, leicht zugänglichen und korrosionsgeschützten Winkeln, Konsolen oder Ankerschrauben, die schon bei der Rohbauplanung vorgesehen werden müssen. Da die Vorhangfassade in ihrer Konstruktion nahezu unabhängig ist vom Haupttragwerk, können Teilungen und Gliederungen sowie die Ausfachungen freier gewählt werden. Weitere Vorteile liegen in der schnellen Montagemöglichkeit und in der Regel erheblichen Verringerung der Eigenlasten.

Die Vorhangfassade ist nicht mit vorgehängten hinterlüfteten Fassaden (VHF) zu verwechseln. Zwar werden beide vor die Tragstruktur eines Gebäudes gehängt, bei der vorgehängten hinterlüfteten Variante handelt es sich konstruktiv jedoch um eine Kaltfassade während die Vorhangfassade ohne Hinterlüftung eine Warmfassade ist.