Komponenten- oder Integralfasssaden

Bildergalerie | 1 | 2 | 3 |

Die fortschreitende technologische Entwicklung von Fassaden lässt es logisch erscheinen, verschiedene Komponenten wie etwa die Heizung oder Klimageräte innerhalb eines Fassadenmoduls zu integrieren. Zumal Fassaden schon immer mit raumseitigen Heizungen ausgestattet wurden und dezentralen Klima- oder Lüftungsmodule immer kleiner werden. Mittlerweile lassen sich in Komponentenfassaden oder Integralfassaden, wie sie auch genannt werden, nicht nur Elemente zum Heizen, Kühlen, Lüften integrieren sondern auch Beleuchtungs- und Verschattungselemente oder Solarpaneele zur Erzeugung von Strom. Dabei müssen nicht immer alle Funktionen in einem Element vereint sein. Eine Kombination nach dem Baukastenprinzip lässt den Planern die Möglichkeit, Fassaden individuell nach den jeweiligen Erfordernissen zu gestalten.

Die Montage der Komponentenfassade entspricht der einer herkömmlichen Elementfassade, verkürzt jedoch den Einbau von Haustechnikkomponenten im Rohbau. Von Nachteil ist der höhere Wartungsaufwand aufgrund der großen Anzahl der dezentralen Klimaeinheiten im Vergleich zu einer zentralen Klimaanlage sowie die umfangreichere Steuerungstechnik. Dagegen verringert sich der Platzbedarf von Technikzentralen, Schächten und Kanälen. Zudem kann auch die Geschosshöhe geringer ausfallen, da eine horizontale Luftführung in der Regel entfällt. Ein weiterer Vorteil ist der verbesserte Raumkomfort für die Nutzer, die sowohl Raumklima als auch Luftqualität individuell regeln können.