Kalt- und Warmfassadensystem

Bildergalerie | 1 |

Konstruktion aus Aluminiumprofilen und eingehängten Bekleidungselementen

Für vorgehängte hinterlüftete Fassaden (Kaltfassaden) oder einschalige Fassaden (Warmfassade) wurde ein neues System entwickelt, das viele Gestaltungsmöglichkeiten bietet: Aus extrudierten Aluminium-Strangpressprofilen und Verbindungen entstehen gerahmte Elemente, die sich mit Glas, Kunststoff, Natursteinlaminat, Metall oder Photovotaik-Modulen füllen lassen und in die Konstruktion eingehängt werden. Das System ist für Gebäude von niedriger bis mittlerer Höhe konzipiert und kann sowohl im Bestand als auch für Neubauten verwendet werden. Die Reduzierung auf wenige Elemente wird durch die variable Anwendung der Profile erreicht. So lassen sich aus den Standard-Profilstücken beispielsweise auch Konsolen für die Wandbefestigung und Riegel fertigen. Die Montage des Systems ist laut Hersteller relativ unkompliziert, da nur wenige Werkzeuge benötigt werden und die Installation von Dichtungsebenen und -profilen bereits im Werk erfolgt.

Als Kaltfassade (vorgehängte hinterlüftete Fassade) kommt das System häufig bei der thermischen Sanierung von Industrie- und Bürogebäuden zum Einsatz. Bei der Montage werden zunächst Konsolen auf die bestehende Wand montiert, dann wird darauf die erste Lage der Unterkonstruktion verschraubt. Durch die Unterteilung in Grund- und Konterprofil lässt sich eine Dämmschichtdicke bis zu 160 mm ausbilden. In die zweite, vertikal gerichtete Lage der Profile werden die vorgefertigten Riegel für den oberen und unteren Abschluss jedes Feldes eingehängt und mit einer Sicherungsschraube fixiert, das Einhängen der Bekleidungselemente erfolgt mit einem einfachen Hackensystem von unten nach oben, wobei das obere Element mit dem integrierten Dichtungsprofil fugenlos an das untere anschließt.

Wird das System zur Ausbildung einer Warmfassade verwendet, geschieht dies mit einem anderen Grundprofil. Es wird dann als geschosshohe Pfostenkonstruktion zwischen die Rohbaudecken gespannt und genau wie bei der vorgehängten Fassade montiert. Hier ist eine geschosshohe Verglasung möglich, da konstruktiv keine Riegelteilungen notwendig sind. Abdichtung und Entwässerung erfolgen über die vormontierten Dichtungsprofile und Klemmdichtungen zwischen den Glaselementen und vor dem Pfostenprofil. Diese haben raumseitig einen integrierten Kabelkanal, der die Verlegung von Leitungen und Versorgungssträngen ermöglicht. Der Kanal wird abschließend von einem einfachen Klemmprofil verschlossen. Auf der Außenseite bietet das Pfostenprofil genug Bautiefe für die Verkabelung von PV-Modulen hinter der Dichtungsebene.

Hersteller: Ribic Systems, Gütersloh