Leitungsverlegung und Installationszonen

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Bei der Verlegungung von Leitungen muss darauf geachtet werden, dass sie vor mechanischer Beschädigung (die weitere Personen- und/oder Sachschäden nach sich ziehen könnten) geschützt sind. Dies kann entweder durch ihre Lage oder durch eine Verkleidung erfolgen.

Es gelten folgende Grundsätze:

  • Leitungen in Wänden nur senkrecht oder waagerecht verlegen; im Gegensatz dürfen Leitungen in Fußböden und Decken auf dem kürzesten Wege verlegt werden
  • eine feste Verlegung ist sicherer als eine bewegliche
  • Leitungen außerhalb des Handbereichs von Personen sind sicherer

Übliche Verlegearten im Gebäude sind:

  • auf Putz
  • in und unter Putz
  • in Elektroinstallationsrohren
  • in Elektroinstallationskanälen (Sockelleisten-, Brüstungs- oder Unterflur-Fußbodenkanäle)
  • in baulichen Hohlräumen (Decken, Wände)
  • auf Kabelpritschen oder -wannen
  • direkt im Mauerwerk oder in Aussparungen im Beton als Art einer Unterputzverlegung
  • direkt in den Beton (aber nicht in Rüttel- oder Stampfbeton, hier nur in Rohren)

Nicht gestattet ist die Verlegung:

  • auf Schornsteinwangen (hätte wegen der Erwärmung eine verringerte Lebensdauer der Isolierung zur Folge)
  • in Schornsteinzügen
  • in Lüftungskanälen

Genügend Abstand ist zu halten von:

  • warmen Rohrleitungen
  • Blitzschutzanlagen (ggf. Überspannungsableiter montieren)
  • Fernmeldeleitungen (in Kanälen ggf. Trennstege vorsehen)

Bei Verlegung im Erdreich müssen Mantelleitungen (z.B. NYM) mit Schutzrohren oder geschlossenen Installationskanälen geschützt werden. Unmittelbar in Erde dürfen nur Kabel verlegt werden.

Für durch Putz verdeckte Leitungen sowie für Schalter und Steckdosen sind bestimmte Installationszonen vorgeschrieben. Unter Einbeziehung der Regelung, dass Leitungen nur senkrecht oder waagerecht zu verlegen sind, wird so gewährleistet, dass der ungefähre Verlauf der (nicht sichtbaren) Leitungen zu nachzuvollziehen ist. Damit verringert sich die Gefahr, dass beim Bohren von Dübellöchern oder Einschlagen von Nägeln etc. die Leitungen beschädigt werden.

Nach DIN 18015-3 Elektrische Anlagen in Wohngebäuden: Leitungsführung und Anordnung der Betriebsmittel gelten Vorzugsmaße bei der Verlegung von Leitungen.

Vorzugsmaße bei horizontaler Verlegung:

  • 30 cm unter der fertigen Deckenfläche
  • 30 cm oder 100 cm über der fertigen Fußbodenfläche

Vorzugsmaße bei vertikaler Verlegung:

  • 15 cm neben Rohbaukanten oder -ecken

Vorzugshöhe für Schalter:

  • 105 cm über der fertigen Fußbodenfläche, in Küchen 115 cm über der fertigen Fußbodenfläche
Für Küchen und Hausarbeitsräume gelten darüber hinaus gesonderte Festlegungen.

Für Steckdosen, Schalter oder Installationsdosen, die außerhalb der Installationszonen liegen, gilt, dass sie mit einer senkrechten Stichleitung aus der am nächsten gelegenen horizontalen Installationszone versorgt werden müssen.